Reedereitochter
TUI erhöht Hapag-Lloyd-Anteil

TUI will nach dem Verkauf der Reedereitochter Hapag-Lloyd nun einen höheren Anteil von 43,33 Prozent behalten. Bisher waren 33,33 Prozent vorgesehen. Außerdem sei die TUI bereit, eine zusätzliche Kreditlinie von bis zu einer Milliarde Euro bereitzustellen, um die finanzielle Stabilität der Hapag-Lloyd-Gruppe auch nach dem Verkauf zu gewährleisten.

DÜSSELDORF. Der Reisekonzern Tui muss sich nach dem Verkauf seiner Containerschifffahrtstochter Hapag-Lloyd mit deutlich weniger Erlös zufrieden geben als geplant. Das Unternehmen werde statt der geplanten 33 Prozent vorerst mit 43 Prozent an Hapag-Lloyd beteiligt bleiben, teilte Tui gestern mit. Die übrigen Anteile übernimmt das Hamburger Konsortium Albert Ballin um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne. Der Verkauf soll nun bis Mitte März abgeschlossen sein. Es gilt als sicher, dass der Tui-Aufsichtsrat die neue Situation heute absegnet.

Statt der bisher genannten zwei Milliarden Euro Verkaufserlös kann der Hannoveraner Konzern nun nur noch mit 1,6 Mrd. Euro rechnen, teilte Tui mit. Das ist nicht nur auf die Aufstockung der Anteile zurückzuführen, sondern auch auf den noch ausstehenden - und derzeit verschobenen - Verkauf von Hapag-Immobilien. Zu möglichen Auswirkungen auf bereits geäußerte Pläne der Tui, die an der Londoner Börse gehandelte Tui Travel zurückzukaufen, wollte der Konzern nicht äußern.

Tui-Chef Michael Frenzel hatte zudem den Aktionären eine Beteiligung am Verkaufserlös über eine Sonderdividende angekündigt. Auch hierzu wollte sich der Konzern nicht äußern. Über eine zusätzliche Dividende könne erst im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss 2009 im kommenden Jahr entschieden werden, hieß es.

Mit 43,33 Prozent bleibt die Tui nach dem Verkauf an das Konsortium mit Abstand größter Hapag-Aktionär, gefolgt von der Hansestadt Hamburg, die ihrerseits 23 Prozent übernimmt. Im Hamburger Konsortium war Kühne bislang tonangebend. Sein Anteil sollte mit gut 25 Prozent über der Sperrminorität liegen, nun wird er lediglich bei 15 Prozent bleiben. Weitere Anteilseigner sind das Bankhaus M.M. Warburg, die HSH-Nordbank sowie die Versicherungen Hanse-Merkur und Signal Iduna.

Seite 1:

TUI erhöht Hapag-Lloyd-Anteil

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%