Reform der Gemeindefinanzierung nötig – Genügend Geld für die Stadtentwicklung
Probleme und Chancen der deutschen Innenstädte

Von alters her spielte sich der Handel in der Innenstadt ab. Sein Standort ist teilweise auch heute noch der Marktplatz. Die Gastwirtschaft und vielfach auch das Handwerk suchten seine Nähe. Diese Aktivitäten fügten sich zu einer symbiotischen Wirtschaftsgemeinschaft, die Kaufkraft anzog.

HB DÜSSELDORF. Anfang der 70er-Jahre, als die ersten Shopping-Center und Einkaufszentren entstanden, fing der Einzelhandel an, sich vor den Toren der Städte anzusiedeln. Die Kaufkraftströme veränderten sich, sie werden zunehmend an der Peripherie abgeschöpft. Zwar hat der Trend an Dynamik verloren, weil viele Kommunen der sie schädigenden Standortwahl ihr planungsrechtliches Instrumentarium entgegensetzen. Inzwischen drängen die Einkaufszentren in die Stadtbereiche. Sie nutzen heruntergekommene Quartiere oder brachliegende Gewerbeflächen sowie nicht mehr benötigte Bahn-Gelände.

Durch die vielfach ungezügelte Expansion entfallen in Deutschland auf einen Einwohner 1,3 qm Verkaufsfläche. Damit steht Deutschland in Europa an der Spitze. Da die konsumtive Nachfrage eher stagniert, führte der Flächenüberhang zu Leerständen bei städtischen Handelslokalen. Eine Befragung von 200 Städten durch den Handelsverband BAG zeigt, dass sich die Leerstände nicht nur auf Vorstadt- und Nebenlagen beschränken, sondern auch auf innerstädtische Bereiche übergreifen.

Betroffen von diesem Exitus sind vor allem inhabergeführte Fachgeschäfte. Sie werden häufig durch Filialketten ersetzt; an die Stelle früherer Angebotsvielfalt tritt die Eintönigkeit sich wiederholender genormter Sortimente. Mit der Profillosigkeit sinkt die Anziehungskraft der Cities. Damit nimmt der Niedergang des innerstädtischen Einzelhandels seinen Fortgang.

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