Regelung soll nur für den Fernverkehr gelten
Bahn will Kunden mehr Rechte bei Verspätungen einräumen

Bahn-Kunden soll bei Verspätungen Koalitonskreisen zufolge künftig Schadenersatz eingeräumt werden. Die Bundesregierung und die Deutsche Bahn einigten sich nach monatelangen Verhandlungen, hieß es am Montag aus den Kreisen.

HB BERLIN. Bei einer Verspätung von mehr als 60 Minuten bekomme der Kunde künftig 20 Prozent des Fahrpreises erstattet. Unterhalb einer Verspätung von 60 Minuten gelte die bisherige Kulanzregelung weiter, bei der die Kunden einen Gutschein erhalte. Weiter hieß es, die neuen Fahrgastrechte würden nicht im Rahmen eines Gesetzes, sondern durch eine verbindliche Regelung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bahn geregelt. Auch eine Schiedsstelle für Streitfragen solle eingerichtet werden. Den Kreisen zufolge gelten die Regelungen nur für den Fernverkehr.

Die Fahrgastrechte waren vor allem zwischen Bahn und Verbraucherschutzministerium umstritten. Die Bahn hatte auf die erheblichen Kosten verwiesen, die durch die Ausweitung der Entschädigungsansprüche entstünden und die zu höheren Fahrpreisen führen würden.

Die „Berliner Zeitung“ berichtete unter Berufung auf Regierungskreise ebenfalls von der Einigung. Die Bahn wollte sich zu den Angaben nicht äußern und verwies auf eine Pressekonferenz am Dienstag. Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne), Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn wollen die Pläne offiziell vorstellen.

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