Regionalfluglinie: OLT Express Germany stellt Flüge ein

Regionalfluglinie
OLT Express Germany stellt Flüge ein

Die Maschinen des Regionalfliegers OLT Express heben seit Sonntag nicht mehr ab. Der Grund: Investor Panta verweigert sich dem Sanierungsplan. Ohne einen solchen könne das Unternehmen aber nicht wirtschaftlich arbeiten.
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BremenDie Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany hat den Flugbetrieb eingestellt. Seit Sonntag gebe es keine Flüge mehr, teilte die Fluggesellschaft am Sonntagabend am Firmensitz Bremen mit. Hintergrund sei, dass der Investor Panta Holdings einem Sanierungskonzept für das Unternehmen „die Unterstützung versagt“ habe.

Dieses Konzept sei in den vergangenen Tagen von Management und Mitarbeitern verhandelt worden, teilte die OLT Express mit. Es sehe unter anderem „umfangreiche Teilzeitregelungen und einen deutlichen Gehaltsverzicht aller Mitarbeitergruppen“ vor. Auch „wesentliche Gläubiger“ hätten Unterstützung signalisiert. Damit habe die Umsetzung des Konzepts „nur noch vom Beitrag des Gesellschafters“ abgehangen.

Es sei „deutlich vorhersehbar“, dass das Unternehmen ohne das Konzept nicht wirtschaftlich arbeiten könne, teilte OLT mit. Das Management habe deshalb beschlossen, zum Schutz der Gläubiger „alle Ausgaben soweit wie möglich sofort zu stoppen“. Die „sofortige und vollständige Einstellung des Flugbetriebs“ sei deswegen erste Konsequenz. Kunden könnten das Unternehmen für Fragen telefonisch erreichen.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte bereits die polnische Schwester der OLT nach nicht einmal einem Jahr den Flugbetrieb eingestellt. Die OLT Express Germany wurde nach Unternehmensangaben 1958 als Ostfriesische Lufttransport GmbH in Emden gegründet. Zur Flotte gehören 15 Flugzeuge. Die Airline verbindet die Regionalflughäfen Bremen, Dresden, Münster/Osnabrück, Karlsruhe/Baden-Baden sowie Saarbrücken und beschäftigt rund 500 Mitarbeiter.

Turbulent wurde es ab 2011, als der damalige Besitzer Reederei AG Ems den Ausstieg ankündigte und gleichzeitig der Großauftrag für den Flugverkehr zwischen den Werken des Flugzeugbauers Airbus entfiel. Die Airline wurde dann vom polnischen Investor Amber Gold übernommen, unter dessen Ägide OLT noch den Rivalen Contact Air übernahm, der als Zubringer für Lufthansa arbeitete. Allerdings kündigte die Kranich-Airline vor wenigen Monaten diesen Vertrag, um Geld zu sparen - ein weiterer Rückschlag für OLT. Vor diesem Hintergrund übernahm im Spätsommer 2012 die holländische Panta-Holding das Ruder.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sehr schade um die sympathische Airline, mit der ich immer mal wieder sehr komfortabel von der Schweiz nach Deutschland geflogen bin. Schade, dass sich alles nur an Effizienz und Wirtschaftlichkeit misst (ohne zu naiv zu schreiben) - ich hätte gerne noch mehr für ein Ticket gezahlt, entgegen aller Billigflugmentalitäten und für ein einst traditionelles Flugunternehmen.

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