Regionalzüge fahren langsamer
Bahn muss wochenlang auf Neigetechnik verzichten

Die Deutsche Bahn wird bei ihren Regionalzügen noch mehrere Wochen lang fast völlig auf die Neigetechnik verzichten müssen. Auf Anweisung des Eisenbahnbundesamtes bleibe die Neigetechnik bei allen 242 Zügen der Baureihen VT 611 und VT 612 abgeschaltet.

HB BERLIN. Das teilte eine Bahnsprecherin am Donnerstag in Berlin mit. Damit sind die Fahrzeuge deutlich langsamer unterwegs. Nur für einige ältere Regionalzüge sowie 44 ICE-Züge, die ebenfalls mit Neigetechnik fahren, gilt die Einschränkung nicht.

Mit der Neigetechnik können Züge schneller in die Kurve fahren. Die Technik gilt jedoch als sehr anfällig. Nachdem in der Achskonstruktion eines Regionalzugs ein Riss entdeckt worden war, lässt die Bahn die gesamten Baureihen VT 611 und 612 überprüfen. Eine Bahnsprecherin ließ offen, wie lange dies dauern wird. Sie sprach jedoch von einer „zeitaufwendigen Angelegenheit“. Die Neigetechnik darf erst wieder eingesetzt werden, wenn das Eisenbahnbundesamt grünes Licht gegeben hat.

Bei den bisherigen Überprüfungen seien keine weiteren Risse entdeckt worden, sagte die Sprecherin. Die Forschung nach der Ursache für den bislang einzigen Riss habe noch keine genaue Auskunft erbracht. Damit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe aus Bahn, dem Zughersteller Bombardier sowie dem Achsenbauer Gute Hoffnung Hütte (GHH). Die Verspätungen wegen der Neigetechnik-Probleme konnten nach Angaben der Bahn in Grenzen gehalten werden. Häufig sind Ersatzzüge im Einsatz.

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