Reisebranche
Thomas Cook erhöht Preise

Urlaub mit Neckermann und Thomas Reisen wird im Sommer 2009 im Schnitt um drei bis vier Prozent teurer. Der Konzern will sich nicht an Preiskämpfen beteiligen und gibt die gestiegenen Kosten an die Kunden weiter. Nun müssen auch die Konkurrenten reagieren.

HB DÜSSELDORF. Der Vorstandschef des Reisekonzerns Thomas Deutschland, Peter Fankhauser, sagte bei einer Präsentation in Hamburg: Der Konzern werde sich "nicht an irgendwie gearteten Preiskämpfen beteiligen", um Marktanteile zu erobern. Mit Alltours hatte bereits ein anderer großer Veranstalter Preissteigerungen von durchschnittlich sechs Prozent angekündigt. Andere Branchengrößen wie die TUI und die Rewe-Touristik geben ihre Preise in den kommenden Wochen bekannt.

Trotz Bankenkrise, Rezessionsangst und der steigenden Reisekosten rechnet Thomas mit einer stabilen Nachfrage nach organisiertem Urlaub: Die Veranstalterreise erfülle "in solch turbulenten Zeiten" das Bedürfnis vieler Menschen nach Vertrauen und Sicherheit, sagte Fankhauser.

Dieser Reiseform komme in Zeiten hoher Energie- und Lebenshaltungskosten sogar "eine immer größere Bedeutung zu". Bei den Garantiekontingenten, die bei Hotel- und Fluggesellschaften fest eingekauft werden, habe das Unternehmen für den Sommer 2009 jedoch "zurückhaltend geplant".

Wie schon vor der Wintersaison seien Hotels mit zu hohen Preisvorstellungen aus den Katalogen gestrichen worden. Auf Änderungen der Nachfrage könne "sehr flexibel" reagiert werden. Große Erwartungen hat Thomas zugleich an seine neue eigene Hotelmarke "Sentido", die im Dezember als Franchisekonzept an den Start geht.

Mit ihr wolle Thomas unabhängiger von anderen Hotelgesellschaften werden, sagte Markenchef Karl Schattmaier. Zum Auftakt gehören 17 Hotels mit "Vier-Sterne-plus-Standard" sowie zwei Nil-Schiffe zu "Sentido". Langfristig sollen es 70 Hotels werden.

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