Reisebranche
Tui sieht keinen Grund zur Panik

Der Touristikkonzern Tui hat sich mit dem Verkauf seiner Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd Luft verschafft: Das Unternehmen erzielte im ersten Quartal 2009 nach dem mehrheitlichen Verkauf der Containerreederei einen Gewinn von rund 415 Mio. Euro und reduzierte zugleich seine Verschuldung von 4,1 Mrd. Euro zum Jahresende auf aktuell 2,6 Mrd. Euro, wie der Konzern am Montag in Hannover mitteilte.

DÜSSELDORF. Zwei Tage vor der Hauptversammlung hat der Reisekonzern Tui seinen Aktionären eine trübe Einstimmung ins laufende Geschäftsjahr präsentiert. Die gestern vorgelegten Quartalszahlen für die ersten drei Monate enttäuschten an der Börse und führten zu einem Kurssturz des im M-Dax notierten Unternehmen. Und das, obwohl Europas größtes Tourismusunternehmen unter dem Strich ein positives Quartalsergebnis von 415 Mio. Euro errechnete: Der war ausschließlich darauf zurückzuführen, dass Tui den Teil-Verkauf der Containerschiffsreederei Hapag-Lloyd mit einem Buchgewinn von knapp einer Milliarde Euro in die Bilanz packen konnte.

Trotz tiefroter Zahlen gab der Konzern einen optimistischen Ausblick für das laufende Jahr. Es werde gegenüber dem Vorjahr „ein deutlich besseres Konzernergebnis erwartet“. Bereits bei der Vorstellung der Bilanz im März hatte Tui-Chef Michael Frenzel darauf hingewiesen, dass das Jahresergebnis 2008 mit einem Verlust von 142 Mio. Euro vor allem auf einmalige Integrationskosten von 440 Mio. Euro bei der Londoner Tochter Tui Travel zurückzuführen war. Ab 2009 sei bei der Tochter, einem 50:50-Joint-Venture mit den Aktionären des früheren britischen Reiseveranstalters First Choice, mit nachhaltigen Synergien von jährlich 200 Mio. Euro zugunsten der Konzern-Bilanz zu rechnen.

Analysten bewerteten die Tui-Zahlen unterschiedlich. Sie verwiesen aber darauf, dass Tui den Jahres-Ausblick letztlich bestätigt habe. Doch im ersten Quartal schrieben sowohl Touristik als auch Schifffahrt tiefrote Zahlen. Für die Touristik ist das branchenweit im ersten Quartal nicht ungewöhnlich, da Januar, Februar und März traditionell schwache Reisemonate sind. In diesem Jahr kommt die Verunsicherung der Verbraucher durch die Krise hinzu.

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