Reisebranche
Tui Travel erwartet starke Buchungszuwächse

Der deutsch-britische Reisekonzern Tui Travel rechnet aufgrund aktuell guter Buchungszuwächse im laufenden Geschäftsjahr 2007/2008 mit einer deutlichen Gewinnsteigerung. Doch die Bilanz für das abgelaufenen Geschäftsjahr ist durchwachsen.

HB LONDON. Im abgelaufenen Jahr 2006/2007 (zum 30. September) kletterte das operative Ergebnis allerdings nur dank Flugzeugverkäufen und starker Zuwächse im Geschäft mit Spezialreisen um rund fünf Prozent auf 287 Mill. Pfund (gut 400 Mill. Euro), wie Europas größter Reiseanbieter am Donnerstag in London mitteilte. Das klassische Pauschalreisegeschäft verzeichnete dagegen einen Gewinnrückgang um zwölf Prozent.



Im laufenden Jahr verzeichnet der zu 51 Prozent dem deutschen Tui -Konzern gehörende Reiseriese in den beiden wichtigsten europäischen Märkten Deutschland und Großbritannien überdurchschnittliche Buchungszuwächse. Für die Wintersaison 2007/2008 lägen die gebuchten Umsätze in Deutschland derzeit um sieben Prozent über Vorjahr, in Großbritannien um fünf Prozent. Für die Sommersaison 2008 sei Tui in Deutschland mit einem Umsatzplus von neun Prozent und in Großbritannien mit elf Prozent Zuwachs gestartet. Damit schneidet Tui Travel derzeit besser ab als Hauptkonkurrent Thomas Cook.

Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr beruhen auf einer Pro-Forma-Rechnung für den erst Anfang September fusionierten Konzern, wie das Unternehmen erläuterte. Tui hatte den Großteil seiner Reisesparte mit dem britischen Konkurrenten First Choice verschmolzen. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse notiert, wo die Aktie am Donnerstag leicht zulegte. Auch die Tui -Aktie an der Frankfurter Börse zog ins Plus.

In dem Betriebsgewinn für das abgelaufene Jahr 2006/07 sind allerdings 15 Mill. Pfund aus dem Verkauf von Flugzeugen enthalten, die anschließend wieder über Leasingverträge zurückgemietet wurden. Im Jahr 2005/06 waren bei Tui und First Choice bereits 20 Mill. Pfund über Flugzeugverkäufe erwirtschaftet worden. Bei einem Umsatzanstieg von fünf Prozent auf 12,8 Mrd. Pfund betrug die operative Gewinnmarge unverändert 2,2 Prozent. Die Integration von Tui und First Choice komme gut voran, bekräftigte der Vorstand. Ziel sei eine höhere Gewinnmarge.

Grund für den Ergebniseinbruch im Pauschalreisegeschäft um zwölf Prozent auf 162 Mill. Pfund sei vor allem der Kostendruck in Großbritannien durch höhere Sicherheitsgebühren und Treibstoffkosten. In Deutschland bereitete im Frühsommer eine vorübergehend schwache Nachfrage Probleme. Dagegen stieg der Betriebsgewinn bei den vor allem von First Choice betriebenen Spezialreisen – etwa für Taucher, Golfer oder Individualreisende – um 36 Prozent auf 129 Mill. Pfund.

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