Reisekonzern
Hapag-Lloyd hievt Tui in die Gewinnzone

Der Reisekonzern Tui hat im vergangenen Geschäftsjahr nur dank der Erholung der Schifffahrtsbeteiligung Hapag-Lloyd einen Gewinn verbucht. Unter dem Strich stand im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus von 114 Millionen Euro.
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HB HANNOVER. Der Reisekonzern Tui treibt die Pläne für einen Börsengang der Reederei Hapag-Lloyd im kommenden Jahr voran. Das Marktumfeld entwickle sich günstig und die Geschäfte von Hapag liefen weiterhin auf Hochtouren, sagte Tui-Chef Michael Frenzel am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz.

Daher habe sich Tui mit den Hapag-Mehrheitseigentümern darauf verständigt, den Ausstieg möglichst im kommenden Jahr über die Bühne zu bringen. Mit dem Verkauf will Tui seine Verschuldung von zuletzt 2,3 Milliarden Euro reduzieren und das Tourismusgeschäft ausbauen. Allerdings hängt der Konzern damit künftig fast ausschließlich am Tropf der britischen Tochter Tui Travel, die im vergangenen Jahr Verluste schrieb.

Tui hält ab dem Jahreswechsel 49,8 Prozent an Hapag und hat dann voraussichtlich gut 1,5 Milliarden Euro an Eigenkapital in der ehemaligen Tochter gebündelt. Die restlichen 50,2 Prozent liegen beim Hamburger Konsortium Albert Ballin. „Ein Börsengang ist sicherlich die präferierte Option weil das der Königsweg wäre, die unterschiedlichen Interessen und auch die Frage, wer bleibt mit welchem Anteil im Konsortium, zu lösen“, sagte Frenzel. Noch sei nicht klar, welche Mitglieder des Konsortiums im Rahmen eines Verkaufs ebenfalls aussteigen, ihre Anteile behalten oder aufstocken wollten.

Kreisen zufolge wollen sich neben Tui auch die beiden Banken MM Warburg und HSH Nordbank von ihren Anteilen trennen.

Die Stadt Hamburg könnte weiterhin investiert bleiben, deutete Frenzel an: Das Konsortium habe sich engagiert, um Hapag als eigenständiges Unternehmen in Hamburg zu halten - dieses Grundverständnis schwinge weiter mit. Hamburg hat mit 41 Prozent den größten Anteil an der Investorengemeinschaft.

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