Reisekonzern
Thomas Cook vermeldet Gewinnsprung

Europas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook hat im Geschäftsjahr 2006/2007 trotz leichter Umsatzeinbußen den Betriebsgewinn deutlich gesteigert. Pläne darüber, was mit einem Teil davon geschehen soll, gibt es bereits. Die Aktien des Unternehmens konnten zulegen.

HB LONDON. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sonderposten falle mit 375,3 Mill. Euro um 26 Prozent höher aus als der vergleichbare Vorjahreswert, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz sei um gut ein Prozent auf 11,7 Mrd. Euro gesunken.

Die Zahlen seien noch vorläufig und basierten auf einer Pro-Forma-Vergleichsrechnung, teilte der im Frühjahr mit dem britischen Konkurrenten MyTravel fusionierte Konzern mit, an dem der deutsche Handelsriese Arcandor mit 52 Prozent die Mehrheit hält. Der Vorstand kündigte einen Dividendenvorschlag von fünf Pence je Aktie für das seit diesem Jahr an der Londoner Börse gelistete Unternehmen an.

Mit dem Gewinnsprung übertraf Thomas Cook die Erwartungen von Analysten deutlich, die im Schnitt mit gut 331 Mill. Euro Betriebsgewinn kalkuliert hatten. Die Aktie zog nach Börseneröffnung in London um fast sieben Prozent an.

Besonders stark hätten sich die Ergebnisse in Großbritannien und bei der deutschen Flugtochter Condor verbessert, erläuterte der Vorstand. In Großbritannien seien durch den Zusammenschluss mit MyTravel die Kosten erheblich gesenkt worden. Die deutsche Condor habe vor allem von einem guten Langstreckengeschäft profitiert. Der Reiseveranstalter Neckermann schnitt dagegen lediglich "im Rahmen der Erwartungen“ ab. Konkrete Zahlen legte Thomas Cook für den deutschen Markt zunächst nicht vor.

Für die laufende Wintersaison und den kommenden Sommer hat der Konzern vor allem in Großbritannien die Kapazitäten reduziert. Die Zahl der Buchungen sei aber bislang weniger stark gesunken. Dies werde sich positiv auf die Ergebnisse auswirken.

Zudem wolle der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 375 Mill. Euro vorschlagen. Zur Diskussion habe auch eine Sonderdividende gestanden, um die Aktionäre an der guten Finanzbasis teilhaben zu lassen. Dies sei aber aus steuerlichen Gründen verworfen worden.

Die Titel des Unternehmens konnten am Morgen um mehr als sechs Prozent zulegen.

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