Reisekonzern
TUI interessiert sich für Thomas-Cook-Töchter

Der Reiseveranstalter TUI reizen offensichtlich Teile des britischen Konkurrenten Thomas Cook. Wegen hoher Verluste planen die Engländer den Verkauf von Firmenanteilen.
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München/HannoverDer Reisekonzern TUI interessiert sich für Teile des angeschlagenen Konkurrenten Thomas Cook. „Wir verstehen, dass sie sich ihre Geschäftsbereiche daraufhin anschauen, was sich davon verkaufen lässt. Wenn da etwas konkreter wird, werden wir uns ansehen, ob etwas für uns interessant sein könnte“, sagte der Vorstandsvorsitzende von TUI Travel, Peter Long, der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Noch sei aber nicht zu erkennen, was Thomas Cook wolle, sagte Long.

Thomas Cook hatte allein von Oktober bis Dezember 2011 181 Millionen Euro Verlust gemacht. Buchungsausfälle nach den Unruhen in Nordafrika und die schwache Wirtschaftslage auf dem britischen Heimatmarkt hatten den Konzern in die Krise gestürzt. Daraufhin kündigte der Vorstand den Verkauf von Firmenteilen an.

Long sagte, TUI wolle in Ländern wie China, Russland oder Brasilien das Geschäft mit Pauschalreisen ausbauen. „Während die Chinesen beginnen, in größerer Zahl zu verreisen, entdecken auch Inder und Russen das Ausland. Das sind ebenfalls jeweils große Gruppen von mehreren hundert Millionen neuen Konsumenten. Das gilt auch für Brasilien. Das wird die weltweiten Touristenströme nachhaltig verändern. Wir wollen in allen diesen Märkten dabei sein“, sagte Long.

Allerdings seien die Wünsche der Kunden sehr verschieden: Touristen aus China wollten einkaufen und berühmte Städte sehen. „Sonne wollen die Chinesen nicht“, sagte er. Touristen aus Russland fragen laut Long dagegen Strandurlaub nach. TUI sei eines von nur drei Unternehmen, die Auslandsreisen für Chinesen veranstalten dürften, sagte Long, der TUI Travel leitet. In der Gesellschaft hat TUI das Pauschalgeschäft zusammengefasst.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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