Reiseveranstalter suchen Ersatzmaschinen
Flugverbot für Onur Air ausgeweitet

HB BERLIN. Nach Deutschland und den Niederlanden haben auch die Schweiz und Frankreich der türkischen Charterlinie Onur Air die Flugerlaubnis entzogen. Das Start- und Landeverbot gelte ab Samstag, teilte die zivile Luftfahrtbehörde in Paris mit. Nähere Gründe wurden nicht genannt. Ein Behördensprecher in Berlin bestätigte ähnliche Schritte der Schweiz.

Das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig und die niederländischen Behörden hatten Onur Air bereits am Freitag aus Sicherheitsgründen die Einflugerlaubnis entzogen. Für tausende deutsche Passagiere, die mit Onur Air in die Türkei fliegen oder von dort zurückkehren wollten, haben deutsche Reiseveranstalter Ersatzmaschinen gesucht. Air Berlin stellte mehrere Flugzeuge bereit.

Als Reaktion auf das Verbot hatten die türkischen Behörden deutschen Flugzeugen zunächst die Landegenehmigung in der Türkei verweigert. Nach massiven Protesten der Bundesregierung nahm Ankara das Verbot jedoch wieder zurück.

Der türkische Verkehrsminister Binali Yildrim sagte am Samstag im Fernsehen, seine Regierung wolle die Krise in Gesprächen beilegen. Sollten sich bei den Onur-Air-Maschinen technische Mängel herausstellen, würden diese in kürzester Zeit behoben werden.

Die türkische Gesellschaft Onur Air fliegt mit ihren 25 Maschinen 73 Flughäfen in Europa an und hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Fluggäste aus Westeuropa. Die niederländischen Behörden hatten die Maschinen zunächst für einen Monat stillgelegt.

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