Rekord beim Container-Umschlag: Hamburger Hafen hat alle Hände voll zu tun

Rekord beim Container-Umschlag
Hamburger Hafen hat alle Hände voll zu tun

Der Hamburger Hafen hat im vergangenen Jahr dank des rasant steigenden Güterhandels mit den Wachstumsmärkten in Fernost und Osteuropa einen neuen Rekord beim Containerumschlag erzielt. Nun soll erst einmal kräftig investiert werden.

HB HAMBURG. Der Containerumschlag stieg um rund 16 Prozent und knackte 2005 erstmals die Marke von acht Millionen Standardcontainern (TEU), wie der Verein Hafen Hamburg Marketing am Mittwoch mitteilte. Damit habe Hamburg ein größeres Wachstum erzielt als die Konkurrenten Rotterdam, Antwerpen und Bremen. Allein mit Russland sei der Güterverkehr im vergangenen Jahr um die Hälfte gestiegen. Insgesamt gingen in Hamburg 126 Millionen Tonnen über die Kaimauern, das enspricht einem Plus von knapp zehn Prozent.

Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall kündigte den Ausbau der Hafenanlagen an. „Wir müssen überall die Kapazitäten erweitern, um das Wachstum aufzufangen. Umschlagkapazitäten auf den Terminals, aber auch die Verkehrsanbindungen müssen verbessert werden. Deshalb werden wir auch sehr viel Geld in die Hafenbahn investieren", sagte der CDU-Politiker. Die Umschlagkapazitäten sollen von derzeit etwa 8,5 Millionen Standardcontainer bis 2010 auf circa 14 Mill. Stück jährlich ausgebaut werden.

Allein die Hafengesellschaft HHLA hat einen Investitionsbedarf von einer Milliarde Euro bis zum Jahr 2015 ermittelt. Das dafür nötige Kapital will die Hansestadt nicht allein aufbringen. Nach dem Scheitern des Einstiegs der Deutschen Bahn sucht Hamburg deshalb Alternativen. Nach Einschätzung von Jürgen Sorgenfrei, Vorstand der Hafen Hamburg Marketing, kommt dafür nur einer der weltweit großen Hafenbetreiber in Frage. Als mögliche Partner nannte Sorgenfrei die koreanische Hutchison-Gruppe, PSA in Singapur sowie Dubai Ports World. Finanzinvestoren scheiden seiner Meinung nach aus.

Das Scheitern des Einstiegs der Bahn bei der landeseigenen Hafen- und Lagerhausgesellschaft (HHLA) wertete Uldall nicht als Nachteil bei der Investorensuche. „Die HHLA ist jetzt so gut bekannt, dass der Preis deutlich höher sein dürfte als vor vier Wochen.“ Die Hansestadt hatte der Deutschen Bahn eine Beteiligung an der HHLA als Gegenleistung dafür angeboten, dass die Bahn ihren Konzernsitz von Berlin an die Elbe verlegt. Die Bundesregierung hatte daraufhin allerdings klar gestellt, dass eine Verlagerung des Sitzes der bundeseigenen Bahn nicht in Frage kommt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%