Rekordergebniss im zweiten Quartal
Ölpreis lässt Wal-Mart nicht kalt

Wal-Mart hat im zweiten Quartal gut verdient. Der Einzelhändler mit Sitz in den USA hat damit seine Führungsposition auf dem Weltmarkt gestärkt. Die gestiegenen Ölpreise haben den Gewinnanstieg allerdings gebremst und für einen verhaltenen Ausblick gesorgt.

HB BENTONVILLE. Konzernchef Lee Scott war angesichts der hohen Ölpreise und ihren Auswirkungen auf die Kaufkraft der Kunden auch mit seinen Geschäftsprognosen für den weiteren Jahresverlauf vorsichtig. Die Wal-Mart-Kunden verdienen in den USA im Schnitt weniger als die Kunden seines US-Hauptkonkurrenten Target. Sie leiden damit stärker unter den hohen Treibstoffpreisen. Die Wal-Markt-Aktien fielen zum Handelsauftakt an der New Yorker Börse um 1,9 % auf 48,15 Dollar.

Der Quartalsumsatz stieg in dem am 31. Juli beendeten Abschnitt gegenüber der Vorjahreszeit um 10,2 % auf 76,8 Mrd. Dollar (62,8 Mrd Euro). Wal-Mart mit Sitz in Bentonville (Arkansas) verdiente 2,8 Mrd. Dollar oder 5,8 % mehr als im zweiten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres. Der Gewinn je Aktie legte auf 67 (62) Cent zu. Damit hat Wal-Mart die Gewinnerwartungen der Wall Street um zwei Cent übertroffen.

Zu Beginn des Quartals seien die Ergebnisse „enttäuschend gewesen“, erklärte der Konzernchef. Er verwies auf das kalte und nasse Frühjahr. Der Juli sei aber stärker als erwartet ausgefallen. „Die Wal-Mart-Geschäfte haben ihren Plan verfehlt, weil unsere Kunden weiter von den hohen Benzinpreisen betroffen waren“, betonte Scott.

Wal-Mart verbuchte im Ausland im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von 12,3 % auf 15 Mrd. Dollar. Der operative Auslandsgewinn sei wegen Sonderbelastungen von 36 Mill. Dollar im Zuge einer Restrukturierung in Großbritannien nur um 0,3 % auf 750 Mill. Dollar gestiegen. Wal-Mart rechnet jedoch damit, dass der Auslandsgewinn im dritten Quartal wieder stärker wachsen wird als der Auslandsumsatz.

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