Rekordgewinn im Jahr 2006
Lufthansa blickt optimistisch in die Zukunft

Die Deutsche Lufthansa will nach einem Rekordgewinn im Jahr 2006 in diesem Jahr ihr Ergebnis weiter verbessern.

HB FRANKFURT. „Unser Konzernkurs ist klar: Wir wollen weiter profitabel wachsen und die Erfolgsmarke Lufthansa weltweit noch stärker positionieren“, sagte Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Gestützt auf den weiteren Ausbau des Passagiergeschäftes solle sich der operative Gewinn, der 2006 um 46 Prozent auf 845 Mill. Euro gestiegen war, weiter verbessern. Spätestens 2008 wolle Europas zweitgrößte Fluggesellschaft die Marke von einer Milliarde Euro Betriebsgewinn überschreiten, bekräftigte der Vorstand.

Auch der Konzerngewinn, der im Vorjahr den bisherigen Höchstwert von 803 Mill. Euro erreichte, dürfte weiter steigen. Allein aus dem Verkauf des 50-Prozent-Anteils am Reisekonzern Thomas Cook an KarstadtQuelle erwartet das Unternehmen im ersten Quartal 500 Mill. Euro Buchgewinn.

„Der Umsatz wächst, die Kosten haben wir im Griff“, bilanzierte Mayrhuber. Lufthansa hat 2006 mit 53,4 Mill. Fluggästen einen Passagierrekord aufgestellt. Der Umsatz verbesserte sich um fast zehn Prozent auf 19,8 Mrd. Euro, wie das Unternehmen bereits vor drei Wochen mitgeteilt hatte.

Die Konzentration des Unternehmens auf ihr Passagiergeschäft hat sich Mayrhuber zufolge ausgezahlt. Die Hauptsparte habe ihr operatives Ergebnisses im vorigen auf gut 400 Mill. Euro verdreifacht. Die Ergebnisse der Sparten Fracht, Technik und IT-Services seien dagegen leicht rückläufig gewesen. Die lange Zeit verlustreiche Catering-Sparte LSG Sky Chefs schrieb zum zweiten Mal schwarze Zahlen. Besser als erwartet habe sich die Integration der vor zwei Jahren übernommenen Swiss mit einem positiven Ergebnisbeitrag von 200 Mill. Euro entwickelt.

Die mehrheitlich zur Lufthansa gehörende Schweizer Fluggesellschaft Swiss ist 2006 immerhin in die Gewinnzone geflogen. Sie verdiente 263 Millionen Franken (163 Mio Euro) nach einem Verlust von 178 Millionen Franken im Vorjahr. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit hat die Swiss erstmals seit ihrer Gründung 2002 ein ganzes Geschäftsjahr mit Gewinn abgeschlossen. Die Swiss habe auf ihrem Steigflug Rückenwind von der guten Wirtschaftslage erhalten sowie von der Zusammenarbeit mit der Konzernmutter Lufthansa profitiert, hieß es.

Die Fluggesellschaft Condor führt nach Aussagen ihres Anteilseigners Lufthansa obendrein keine Gespräche über einen Einstieg beim Konkurrenten LTU. Die Condor-Geschäftsführung habe ihm mitgeteilt, es gebe keine Gespräche mit LTU, sagte Mayrhuber am Donnerstag in Frankfurt. Er wies damit Aussagen des LTU-Haupteigentümers Hans Rudolf Wöhrl aus der vergangenen Woche zurück. Dieser hatte erklärt, sein Unternehmen führe Gespräche mit mehreren Interessenten. Mit Condor seien diese am weitesten gediehen. Dies war von Lufthansa und dem zu Karstadt-Quelle gehörenden Reisekonzern Thomas Cook als Haupteigner der Fluggesellschaft bisher nicht kommentiert worden. Lufthansa hält nach dem Ausstieg aus Cook noch 24,9 Prozent an ihrer früheren Tochtergesellschaft Condor.

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