Rekordkurs
Lufthansa unterstreicht Prognose

Während fast die gesamte Konkurrenz Probleme hat, schafft es die Lufthansa offenbar, sich gegen den Trend in der Branche zu stemmen. Die Fluggesellschaft hält an ihrer Gewinnprognose für das laufende Jahr fest – allen Widrigkeiten zum Trotz.

HB FRANKFURT. Massiver Gegenwind durch den hohen Ölpreis und die schwächelnde Konjunktur bringen die Lufthansa nicht von ihrem Rekordkurs ab. Nach einer deutlichen Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr bekräftigte der Vorstand am Dienstag trotz der trüben Aussichten das Ziel, im laufenden Jahr an das Ergebnis von 2007 anzuknüpfen. Damit kann sich der Konzern weiter vom Negativtrend vieler Konkurrenten absetzen. 2007 hatte die größte deutsche Fluggesellschaft ein operatives Ergebnis von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Von Januar bis Juni legte das operative Ergebnis um 219 Millionen Euro auf 705 Millionen Euro zu. Damit erfüllte Lufthansa die Erwartungen von Analysten, die mit einem Ergebnis von 707 Millionen Euro gerechnet hatten. Fast ebenso deutlich legte der Umsatz auf 12,1 Milliarden Euro zu nach 10,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis lag in den ersten sechs Monaten bei 402 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es zwar noch 992 Millionen Euro, darin waren jedoch Sondererlöse enthalten - unter anderem aus dem Verkauf eines Anteils am Reiseveranstalter Thomas Cook. Die Lufthansa-Aktie schloss knapp ein Prozent im Plus bei 15,10 Euro.

Aufgrund der massiv gestiegenen Treibstoffkosten mussten bereits mehrere große Fluggesellschaften - unter ihnen viele US-Airlines - deutliche Abstriche beim Gewinn machen. Beim größten europäischen Billigflieger Ryanair bracht der Überschuss von April bis Juni um 85 Prozent ein. Der Lufthansa-Konkurrent British Airways legt seine Zahlen am Freitag vor, Europas Marktführer Air France-KLM folgt in der kommenden Woche.

Dennoch bleibt auch Lufthansa von den schwierigeren Rahmenbedingungen nicht völlig unbeeindruckt: Risiken sieht der Vorstand in einem weiteren Anstieg der Treibstoffpreise und einem anhaltenden Rückgang des Wirtschaftswachstums. Nicht abzusehen seien zudem die Folgen des Streiks von Boden- und Kabinenpersonal. Ein Ende des Arbeitskampfs, der Lufthansa nach Einschätzung von Analysten täglich rund fünf Millionen Euro kostet, ist nicht in Sicht. Detailliertere Zahlen will Lufthansa am Mittwoch präsentieren.

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