Renaissance für Lego-Bausteine
Einzelhandel startet verhalten ins Weihnachtsgeschäft

Wie im gesamten Jahr dominiert Kaufzurückhaltung der Konsumenten auch das Weihnachtsgeschäft. Allerdings kann der Einzelhandel auf eine nahende Trendwende hoffen.

HB BERLIN. Der deutschen Einzelhandel ist am ersten Adventssamstag mit durchwachsenen Ergebnissen ins diesjährige Weihnachtsgeschäft gestartet. Zwar seien die Umsätze am ersten Höhepunkt des Geschäfts vor dem Fest wie üblich höher gewesen als an den vorigen Wochenenden, jedoch hielten sich die Erlöse insgesamt gegenüber dem Vorjahr die Waage, fasste Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), am späten Nachmittag ersten Einschätzungen von Händler zusammen.

Die Trendumfrage des Branchenverbandes ergibt, dass etwa die Hälfte der befragten Geschäfte mehr umgesetzt haben als am ersten Adventsamstag des Vorjahres. Den November haben allerdings nur ein Viertel der Unternehmen mit einem Umsatzplus abgeschlossen, während 60 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Die Kundenstimmung sei noch nicht so wie erhofft, sagte Pellengahr. Die Kaufzurückhaltung sei nach dem ersten Überblick weiter groß.

Von den Kunden besonders gefragt waren nach HDE-Angaben neben den traditionellen Weihnachtsartikeln Unterhaltungselektronik wie DVD-Geräte, Flachbildschirme oder Digitalkameras. Bei Spielwaren zeichne sich unter anderem für Lego-Bausteine eine Renaissance ab.

Nach Ansicht der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) werden die Umsätze allerdings noch ansteigen. «Es gibt Hoffnung auf eine Trendwende im privaten Konsum», sagte der GfK-Chef Klaus Wübbenhorst, dem «Tagesspiegel am Sonntag». Die GfK erwarte einen Anstieg der Erlöse in den letzten beiden Monaten des Jahres von mindestens einem Prozent im Vergleich zu 2002. Das Marktforschungs-Unternehmen BBE sieht nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Eggert sogar ein Plus von zwei Prozent.

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