Restrukturierung greift
Toys R Us erreicht wieder die Gewinnzone

Der nach Wal-Mart zweitgrößte Spielwaren-Einzelhändler der Welt hat im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr dank Umstrukturierungserfolgen wieder Gewinne geschrieben. Allerdings seien operativ noch Verluste entstanden, berichtete Toys R Us am Montag.

HB NEW YORK. In den Monaten April bis Juni sei ein Nettogewinn von 61 Mill. Dollar oder 28 Cent je Aktie erzielt worden nach einem Verlust von elf Mill. Dollar im Vorjahr, teilte der in Wayne im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Konzern am Montag mit. Operativ rutschte das Unternehmen aber mit 192 Mill. Dollar in die Verlustzone nach einem Vorjahresgewinn. In dem Ergebnis seien jedoch 228 Mill. Dollar an Vorsteuer-Sonderbelastungen enthalten. Toys-R-Us-Aktien kletterten in den ersten Handelsminuten in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um 1,7 % auf 15,87 Dollar.

Der Gesamtumsatz ging um 3,9 % auf zwei Mrd. Dollar zurück. Die im Branchenvergleich bedeutenden Erlöse der Geschäfte, die mindestens seit einem Jahr geöffnet sind, fielen im Heimatmarkt sogar um 7,7 %. Außerhalb der USA ergab sich dagegen auf dieser Basis ein Umsatzplus von 1,7 %.

Toys R Us steht seit längerem unter wachsendem Konkurrenzdruck durch den Branchenprimus Wal-Mart und zahlreiche Discounter. Erst vor einigen Tagen hatte der Konzern angekündigt, sein Spielwarengeschäft möglicherweise zu verkaufen und sich auf das stärker wachsende Geschäft mit Baby-Ausstattungen zu konzentrieren. In Deutschland könnte dies unter anderem den fränkischen Spielwarenhersteller Zapf Creation treffen, zu dessen Hauptkunden die US-Einzelhandelskette gehört. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Verkaufsüberlegungen von Toys R Us hatte Zapf erklärt, seine Jahresprognose sei nicht gefährdet.

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