Reuters-Service-Index gestiegen
Deutsche Dienstleister bei Einstellungen noch zurückhaltend

Die Lage der deutschen Dienstleister hat sich im Juli weiter entspannt. Neueinstellungen im größten Wirtschaftssektor standen wegen der Kostenbelastung durch teure Rohstoffe und Überkapazitäten aber immer noch nicht auf dem Plan.

HB BERLIN. Der Reuters-Service-Index stieg auf 53,9 von 52,3 Punkten, wie das britische Institut NTC am Mittwoch mitteilte. Die Branche, zu der etwa Hotels, Banken oder Spediteure gehören, verbuchte erstmals seit Monaten wieder einen kräftigeren Anstieg der Neuaufträge. Auch ihre Geschäftsaussichten bewerteten die rund 500 befragten Einkaufsmanager wieder zuversichtlicher. Trotzdem wurde wie schon seit zweieinhalb Jahren Personal abgebaut. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet frühestens 2005 mit einer spürbaren Belebung auf dem Arbeitsmarkt.

Volkswirte werteten den Service-Index als positives Signal für die Binnennachfrage, an der - anders als am Außenhandel - der weltweite Konjunkturaufschwung bisher weitgehend vorbei geht. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) bezeichnete den jüngsten Ölpreisanstieg als Gefahr für die boomende deutsche Exportwirtschaft. „Er kann die Entwicklung der Weltwirtschaft abbremsen“, sagte Eichel. Da Deutschland besonders vom Export profitiere, müsse das Niveau des Ölpreises besorgt machen.

Der Service-Index für die gesamte Euro-Zone verharrte im Juli bei 55,3 Punkten. Index-Werte über 50 Zählern signalisieren bessere, Werte darunter schlechtere Geschäfte als im Vormonat. Dabei verlangsamte sich der Aufschwung der Dienstleister in Frankreich und Italien, während er in Spanien an Kraft gewann. In Großbritannien sank der Index auf das niedrigste Niveau seit mehr als einem Jahr, signalisierte mit einem Wert von 56,2 Punkten aber eine weiter spürbar zunehmende Geschäftsaktivität.

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