Rezession
Krise trifft Möbelindustrie hart

Die deutsche Holz- und Möbelindustrie leidet unter der weltweiten Rezession: Im ersten Halbjahr brachen die Umsätze um 16 Prozent auf knapp 14 Milliarden Euro ein. Allerdings sieht der Verband der Möbelindustrie schon wieder positive Signale aus dem Ausland.

HB KÖLN. Die weltweite Rezession hat der deutschen Holz- und Möbelindustrie im ersten Halbjahr 2009 drastische Umsatzeinbrüche beschert. Insgesamt habe die Branche nur noch 13,9 Mrd. Euro umgesetzt, 16 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, berichtete der Präsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Elmar Duffner, am Montag in Köln. Für das gesamte Jahr rechnet die Holz- und Möbelindustrie mit einem Umsatzrückgang von 12 bis 13 Prozent, nach einem Plus von 1,6 Prozent im Jahr 2008.

Die Krise sei nicht spurlos an der Branche vorbeigegangen, so Duffner. In der Möbelindustrie sei die Zahl der Beschäftigten im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent auf knapp 92 000 gesunken. Im Holzgewerbe verloren demnach 4,9 Prozent der knapp 58 000 Beschäftigten ihre Arbeit. Ein Firmensterben und größere Entlassungswellen seien aber nicht zu befürchten.

Die Möbelindustrie habe insbesondere unter starken Rückgängen beim Export, zuvor eine Stütze der Branche, gelitten, sagte Duffner. Einige Märkte wie Großbritannien oder die USA hätten Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen. Allerdings mehren sich inzwischen Duffner zufolge die Signale für eine Trendwende. Nach internen Verbands-Erhebungen verzeichneten die Unternehmen zuletzt steigende Auftragseingänge.

Einige Auslandsmärkte wie China zögen wieder an. Auch in den USA komme das Endkundengeschäft wieder in Gang, sagte Duffner. Die Stimmung im Möbelhandel sei vergleichsweise gut. Hier seien stabile oder leicht positive Umsätze zu vermelden. Scharf kritisierte Duffner die Abwrackprämie als staatliche Konsumlenkung. Die Ausgaben der Verbraucher für Autos fehlten ihnen für andere langlebige Konsumgüter wie Möbel.

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