Rhön-Klinikum
Übernahme wird zum Nervenkrieg 

Einen Tag nach dem Ablauf des Übernahmeangebots gehen die meisten Insider davon aus, dass das 3,1 Milliarden Euro schwere Angebot von Fresenius scheitert. Bei den Beteiligten liegendie Nerven blank.
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FrankfurtIm Poker um die Übernahme von Rhön-Klinikum durch den Konkurrenten Fresenius liegen bei den Beteiligten die Nerven blank. Einen Tag nach dem Ablauf des Übernahmeangebots gehen die meisten Insider davon aus, dass Fresenius die nötige Annahmequote von mehr als 90 Prozent verfehlt hat und das 3,1 Milliarden Euro schwere Angebot scheitert.

„Das Thema ist tot“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. „Die Chancen stehen sehr schlecht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte ein anderer Insider. Die Rhön-Aktie ging auf Talfahrt und verlor 5,7 Prozent.

Fresenius benötigt mehr als 90 Prozent der Rhön-Aktien, damit die größte Übernahme am deutschen Krankenhausmarkt gelingt. Nach dem Einstieg des Konkurrenten Asklepios, der am Mittwoch einen Anteil von gut fünf Prozent an der Rhön-Klinikum AG gemeldet hatte, schwand jedoch die Hoffnung auf ein Gelingen der Übernahme.

„Es ist gut möglich, dass Asklepios oder ein Verbündeter in der Zwischenzeit weitere Aktien gekauft haben“, sagte ein Insider. Am letzten Tag der Annahmefrist, dem Mittwoch, wurden mehr als 13 Millionen Rhön-Aktien gehandelt und damit deutlich mehr als an normalen Tagen. Mit der Bekanntgabe der Ergebnisse wird frühestens am Freitag gerechnet.

Fresenius-Finanzchef Stephan Sturm sagte Reuters am Donnerstagabend am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt, er sei nicht informiert, was Asklepios mit dem Rhön-Anteil vorhabe. „Wir wissen nur, was in der Pressemitteilung steht.“ Darin hatte Asklepios erklärt, das Familienunternehmen wolle sich mit dem Einstieg "bei Rhön-Klinikum alle Gestaltungsmöglichkeiten offen halten".

Sturm bestätigte, dass es am Mittwochabend ein Treffen mit Vertretern von Fresenius und Asklepios gegeben habe. Er sei jedoch nicht dabei gewesen.

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  • Der Film " Gattaca " auf Youtube zeigt jedem Veständigen,
    was aus Deutschland wird, wenn diese Verschwörung eines sizialianisch-amerikanischen Konzerns Fresenius=Helios= ?
    gegen die Menschen- und Bürgerrechte arglistig obsiegen sollte.


  • Das ist doch alles nur eine Scheinkonkurrenz der Hubbard-Jünger, die meinen, aus Deutschland ein psychopathisch-psychadelisches Narrenhaus ala Heliotrobus machen zu können:

    Helios und Asklepios wurden vor Jahren vom gleichen Manager gegründet, arbeiten z.B. im Klinikum Altona
    Tür an Tür.

    Hier geht es einzig und allein um die Übernahme von sog.
    Totalitären Gebietsherrschaften über Vertraulichste Daten, Berufliche Entwicklung, Leben und Tod der arglosen Bürger.

    In Dortmund haben die beiden tapferen Oberbürgermeister Langemeyer und Sierau die schrägen Vögel erst gar nicht die Hände über die Stadt
    legen lassen.
    In Dortmund sollten dann, die Wahlen so lange wiederholt werden, bis das Ergebnis zugunsten des Privatisierungskonzerns stimmt, also FDP und CDU den Bürgermeister stellen sollten.
    Klappte aber nicht, dank der wachsamen Westfalen !

    Auch aus der Charite in Berlin ist das Völkchen, zum Schutz der Patienten, schnell wieder expediert worden.

    So mancher treu-doofe und/oder geldgierige Kommunalpolitiker, der sich mit Helios eingelassen hatte, hat es dann auch, bei Stationsbesuch, nicht mehr lebend aus diesem kuriosen Konzernchen sizilianisch amerikanischer Eigentümer geschafft :

    Krankenhäuser sind eben zum Sterben da : In Deutschland ist und bleibt traditionsgemäß alles in bester Ordnung !
    Wer anderes behauptet, wandert in Beugehaft !

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