Richter hält vorgeschlagene Strafe für unzureichend: Schuldvereinbarung im Enron-Skandal abgelehnt

Richter hält vorgeschlagene Strafe für unzureichend
Schuldvereinbarung im Enron-Skandal abgelehnt

Die Schuldvereinbarung zwischen der Frau des ehemaligen Finanzchefs des Energiehändlers Enron, Andrew Fastow, und der Bundesstaatsanwaltschaft umfasste ein Schuldbekenntnis für die Abgabe einer falschen Steuererklärung.

HB NEW YORK. Dies hat das „Wall Street Journal“ am Donnerstag berichtet. Enron war nach massiven Bilanzbetrügereien zusammengebrochen. Fastow soll einer der Hauptakteure gewesen sein und sich auch selbst bereichert haben.

Richter David Hittner, der in Houston (Texas) das Verfahren gegen Lea Fastow leitet, lehnte die Vereinbarung ab. Er hält nach Angaben der Zeitung die vorgeschlagene Strafe von fünf Monaten Gefängnis und weiteren fünf Monaten Hausarrest für unzureichend.

Dies hätte den Weg für eine Vereinbarung der Staatsanwaltschaft mit Andrew Fastow geebnet. Er hatte sich vorläufig bereit erklärt, bei der strafrechtlichen Untersuchung über den Zusammenbruch des Energiekonzerns zu kooperieren. Er hätte im Zuge der Vereinbarung zehn Jahre Gefängnis erhalten. Für seine Frau wollte er eine möglichst geringe Gefängnisstrafe heraus holen.

Fastow wäre der höchste Enron-Bedienstete, der sich schuldig bekannt hätte. Er sei eine potenziell wertvolle Informationsquelle für die Staatsanwaltschaft gegen andere frühere Enron-Spitzenmanager, darunter die früheren Konzernchefs Kenneth Lay und Jeffrey Skilling.

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