Richterspruch für Apotheken-Internethandel
Internetapotheke darf Arzneien in Deutschland verkaufen

Die niederländische Internetapotheke DocMorris darf nach einem Urteilsspruch des Landgerichts Frankfurt weiterhin in Deutschland Arzneimittel versenden.

HB FRANKFURT. Das gelte für frei verkäufliche wie für verschreibungspflichtige Medikamente, teilte das Gericht am Dienstag mit. Der als Kläger aufgetretene Deutsche Apothekerverband, der ein Verbot des Versandhandels mit Arzneien durchsetzen wollte, erwägt nach eigenen Angaben, Berufung gegen den Richterspruch einzulegen.

Der Versandhandel mit Medikamenten ist in Deutschland seit 2004 in Deutschland erlaubt. Der Apothekerverband vermisst für die Niederlande allerdings gesetzliche Sicherheitsstandards. Die Bundesregierung hatte die Niederlande auf eine Liste von Ländern gesetzt, bei denen die Sicherheit als gewährleistet angenommen wird.

Für DocMorris ändere sich nach dem Urteil wenig, sagte eine Sprecherin. „Versandapotheken sind mittlerweile fest etabliert.“ DocMorris werde sein Wachstumstempo beibehalten. 2005 hatte das Unternehmen einen Erlös von 150 Mill. Euro erwirtschaftet nach 130 Mill. im Vorjahr. 90 Prozent des Geschäfts macht DocMorris in Deutschland. Das Unternehmen hatte kürzlich die nötige Apothekenlizenz erhalten, um sein Geschäft vom Saarland aus zu betreiben.

Ein Prozent des Markts werde inzwischen von Versandapotheken bedient, sagte die Sprecherin. Davon entfalle allein die Hälfte auf DocMorris. Insgesamt haben nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände 1200 Apotheken in Deutschland die Erlaubnis, Versandhandel mit Arzneien zu betreiben.

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