Richtlinien für den Frühruhestand und zur Altersteilzeit ausgeweitet
EnBW baut rund 2 000 Stellen ab

Die Energie Baden- Württemberg AG (EnBW) hat sich mit dem Betriebsrat über einen sozialverträglichen Abbau von Arbeitsplätzen geeinigt. „Die Maßnahmen sind ein erster Schritt und entsprechen einem Potenzial von rund 2 000 Stellen“, sagte Arbeitsdirektor Bernhard Beck gestern dem Handelsblatt. Die Personalkosten ließen sich um rund 140 Mill. Euro drücken. Über die von Konzernchef Utz Claassen vorgeschlagene Vier-Tage-Woche ohne Lohnausgleich ist allerdings noch keine Entscheidung gefallen.

DÜSSELDORF. In den vergangenen vier Tagen hatten Vertreter des Betriebsrates und der Konzernspitze bei einer Klausursitzung im Allgäu über die vom Vorstand vorgeschlagenen Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten beraten. Die EnBW will ihre Kosten bis 2006 um 1 Mrd. Euro drücken, 350 Mill. Euro soll dazu das Personal beisteuern. Der Energiekonzern ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Betriebsvereinbarungen zu Sozialleistungen, die der Vorstand Ende September mit Blick auf die geplanten Einsparungen gekündigt hatte.

Die beide Parteien teilten im Anschluss an die Tagung in einer gemeinsamen Erklärung mit, sie hätten sich über neue Richtlinien für den Frühruhestand und zur Altersteilzeit geeinigt. So würden die bestehenden Regelungen zum Frühruhestand auf den Jahrgang 1951 ausgeweitet. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung sei unterschriftsreif. Gleichzeitig habe man eine einheitliche Regelung zur Abfindung von Mitarbeitern gefunden, die freiwillig ausscheiden. Die Gespräche seien in „einer konstruktiven und sachlichen Atmosphäre verlaufen“. Für November seien weitere Verhandlungstage angesetzt.

Das restliche Einsparvolumen könnte beispielsweise über die Vier-Tage-Woche erbracht werden, bekräftigte Arbeitsdirektor Beck. Konzernchef Claassen hatte das Potenzial der Maßnahme jüngst im Gespräch mit dem Handelsblatt auf rund 240 Mill. Euro geschätzt.

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