Risiken
US-Behörde will Patienten besser schützen

Die amerikanische Gesundheitsbehörde verlangt Warnhinweise bei zahlreichen Kontrastmitteln. Auch ein Produkt von Bayer ist betroffen. Die Aktie reagierte prompt.

HB FRANKFURT. Die US-Gesundheitsbehörde FDA will eine Reihe von Kontrastmitteln mit starken Warnhinweisen versehen. Dazu gehöre auch das Kontrastmittel Magnevist von Bayer für die Magnetresonanztherapie sowie Produkte der General-Electric-Tochter GE HealthCare, der Tyco-International-Sparte Mallinckrodt und Bracco Diagnostics, teilte die US-Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit.

Die schwarz umrandeten Warnhinweise beträfen das Risiko von Patienten mit schweren Nieren- und Leberproblemen, die die auch zum Tode führende Krankheit Nephrogene Systemische Fibrose (NSF) erwerben könnten. Die NSF führt unter anderem zu schwerwiegenden Verdickungen von Hautpartien. Auch Organe können betroffen sein.

"Die FDA hat potenzielle Sicherheitssignale bei diesen Kontrastmitteln sorgfältig beobachtet, nachdem sie Berichte über das Risiko für diese potenziell lebensbedrohliche Krankheit erhielt", hieß es in der Mitteilung der US-Behörde. Mit dem Schritt würden künftig alle Kontrastmittel zur Magnetresonanztherapie, die die Substanz Gadolinium enthalten, mit Warnhinweisen versehen. Die FDA habe Ärzte und die Öffentlichkeit erstmals im Juni 2006 über das Risiko einer NSF-Erkrankung im Zusammenhang mit diesen Kontrastmitteln informiert. Patienten sollen vor einer Gabe der betreffenden Produkte auf eventuelle Nierenprobleme hin untersucht werden.

Die Bayer-Aktie Lag nach der Mitteilung 1,46 Prozent im Minus bei 52,57 Euro.

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