Roboter in der Landwirtschaft
Die Revolution hat gerade erst begonnen

Sense und Spitzhacke haben bereits länger ausgedient: Damit der Hunger der Welt gestillt werden kann, werden Drohnen, Roboter und vollautonome Landmaschinen den modernen Ackerbau grundlegend umpflügen.
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DüsseldorfTaucht das Stichwort „Drohne“ in den Medien auf, geht es meist um zwei Themen: Die fliegenden Killer-Maschinen des US-Militärs oder das „Euro Hawk“-Debakel um den unbemannten Aufklärer der Bundeswehr. Drohnen sind also etwas Militärisches. Mitnichten.

Die größten Einsatzbereiche für Drohnen liegen nicht in den schwer zugänglichen Gebirgen am Hindukusch, sondern direkt vor unserer Haustüre: in der Landwirtschaft. Mittels der Aufnahmen aus der Luft lassen sich eben nicht nur Rückschlüsse auf die Bewegungen mutmaßlich feindlicher Kämpfer ziehen, auch der Zustand von Pflanzen kann genau beobachtet werden. Mit Wärmebild-Kameras kann der Landwirt krankheitsbedingte Veränderungen im Bestand schon zu einem frühen Stadium erkennen. Wachsen die Pflanzen auf einem Feld unterschiedlich schnell, können Dünge- oder Pflanzenschutzmittel gezielt eingesetzt werden.

Dank moderner Drohnen braucht es nur eine Person am Boden, um den Bestand zu überblicken – damit rechnet es sich auch für kleinere Betriebe. Satellitenaufnahmen waren bisher oft zu ungenau, bemannte Flugzeuge und Hubschrauber mit Fotografen an Bord kosteten oft mehr, als durch die Erkenntnisse eingespart werden konnte.

Drohnen sind im Agrarsektor zu einem Modethema geworden. Auch der Landmaschinen-Hersteller Claas arbeitet daran – Fotos soll das Fluggerät aber keine machen. „Wir entwickeln in einem Forschungsprojekt eine Drohne mit Infrarotkamera, die ein Feld vor der Ernte abfliegt und als Wildretter zum Beispiel Rehkitze aufspürt“, sagt Claas-Geschäftsführer Theo Freye.

Yamaha ist da bereits einen Schritt weiter: Die Japaner bauen bereits seit 1990 den Mini-Hubschrauber RMAX, der Reisfelder mit Pestiziden besprüht. 1995 besprühten bemannte Helikoptern in Japan noch 1.328 Hektar, 2011 waren es nur noch 57 Hektar. Im selben Jahr wurden rund 1.000 Hektar von unbemannten Helikoptern besprüht.

Laut einer im Auftrag der AUVSI (Association for Unmanned Vehicle Systems International) entstandenen Studie würden durch die Zulassung von privaten Drohnen im US-Luftraum alleine in den USA innerhalb von drei Jahren 70.000 neue Arbeitsplätze entstehen – das Stichwort ist dabei Präzisions-Landwirtschaft. Der deutsche Verband UAV Dach sieht ähnliches Potential in Deutschland, wenn Sprühmittelhubschrauber im Weinanbau in steilen Hanglagen durch Drohnen ersetzt würden.

Kommentare zu " Roboter in der Landwirtschaft: Die Revolution hat gerade erst begonnen"

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  • OMG: "SIE" werden Gentechnik nutzen um hirnlose Feldarbeiter-Zombies zu züchten die sich von gekochten Maschinenteilen ernähren.

  • Und dann werden sie anfangen Biodiesel zu produzieren und ihre Reparaturen und (Re-)Produktion in die eigene Hand zu nhemen. Und dann fangen Sie an die Menschen vom Planeten zu vertreiben.

    Lieber Lohndumping und sozialer Abstieg dank Arbeitskräften die billiger Orangen pflücken
    als eine Maschine! Die Gloablisierung wird dafür sorgen daß der Lebensstandard indischer Slums auch in deustchen Städten Realität wird.

  • Ja sicher gibt es immer schwarze Scharfe wie Monsanto und Co. die das schamlos ausnutzen.

    Aber ohne Technologie ist das einfach nicht zumachen.
    Sicher ist es gefährlich neue Gene zunutzen aber solange man nur die natürlichen Mutationen geschleunigt und keine neue Features
    in die Pflanzen einbaut ist das absolut in Ordnung.

    Natürlich sollen die Bauern abhängig gemacht werden aber deshalb sollte man nicht gleich die gesamte Gentechnik in Frage stellen. Man kann es sehr wohl possitiv einsetzen.

    Leute die sagen das das Mist sei wollen im Zweifel auch nur
    überteuerte Bioprodukte an den Mann bringen.

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