Rockport
Adidas verkauft Straßenschuh-Hersteller

Adidas trennt sich von dem Straßenschuh-Hersteller Rockport. Für 280 Millionen Dollar geht das Unternehmen unter anderem an New Balance. Die Umsatz- und Gewinnziele für 2014 hat Adidas nur mit Abstrichen erreicht.
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MünchenAdidas verkauft seinen Straßenschuh-Hersteller Rockport an ein Gemeinschaftsunternehmen des Finanzinvestors Berkshire Partners und des Schuhspezialisten New Balance. Der Großteil des Kaufpreises von insgesamt 280 Millionen Dollar (224 Millionen Euro) werde in bar gezahlt, ein kleinerer Teil durch Schuldverschreibungen, teilte Adidas am Freitag mit. Der Verkauf belaste Adidas mit einem nicht-operativen Betrag im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Transaktion werde voraussichtlich im Laufe des Jahres abgeschlossen.

„Die Marke Rockport hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt“, sagte Adidas-Chef Herbert Hainer. „Unser Fokus liegt jedoch ganz klar auf Sport.“

Gleichzeitig bestätigte Adidas, dass die Umsatz- und Gewinnziele im abgelaufenen Jahr nur mit Abstrichen erreicht wurden. Der Umsatz sei um sechs Prozent auf 14,8 Milliarden Euro gestiegen, wenn man Währungseffekte und Belastungen durch den Verkauf von Rockport herausrechne, teilte der Sportausrüster mit. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn habe das Ziel von etwa 650 Millionen Euro erreicht, wenn man Abschreibungen auf das Russlandgeschäft von 80 Millionen Euro und den Verkauf von Rockport unberücksichtigt lasse.

Die Aktien von Adidas stiegen in der Spitze um 4,3 Prozent auf 60,80 Euro und waren damit so teuer wie seit sieben Wochen nicht mehr. Ein Börsianer führte den starken Anstieg der Papiere aber auch auf das positive Gesamtumfeld zurück. Die Nachrichten zu Adidas seien gut, aber nicht so gut, dass sie die Aktien derart nach oben treiben sollten, sagte der Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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