Royal Mail zum Verkauf

Briten geben die Post ab

Um den Haushalt aufzupolieren will sich die britische Regierung komplett von ihren Anteilen an der staatlichen Royal Mail trennen. Schon beim letzten Verkauf soll die Regierung dabei deutlich zu wenig verlangt haben.
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Die Royal Mail ist bekannt für ihre roten Briefkästen. Der britische Staat will nun seine Anteile an der Post verkaufen. Quelle: AFP
Gegen die roten Zahlen

Die Royal Mail ist bekannt für ihre roten Briefkästen. Der britische Staat will nun seine Anteile an der Post verkaufen.

(Foto: AFP)

LondonIm Kampf gegen das Staatsdefizit will die britische Regierung die staatliche Post Royal Mail ganz privatisieren. Mit dem Verkauf der Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Pfund (rund 2 Mrd Euro), die der Staat noch an dem Unternehmen hält, soll noch in diesem Jahr begonnen werden. „Es ist der richtige Schritt für die Royal Mail, die Unternehmen und Familien, die davon abhängig sind - und wichtig für die Steuerzahler“, erklärte der britische Finanzminister George Osborne am Donnerstag.

Die Royal Mail war 2013 an der Börse gestartet. Die Aktien zum Preis von 330 Pence hatten einen Run vor allem von Großanlegern wie Banken, Versicherungen und Fonds ausgelöst. Der Staat hatte 30 Prozent an der Post behalten. Kritiker hatten der Regierung damals vorgeworfen, die Post-Aktien bei der Teilprivatisierung verscherbelt zu haben. Ein Parlamentsausschuss rechnete später aus, der Staat habe eine Milliarde Pfund (rund 1,25 Mrd Euro) an Steuergeldern verschenkt.

  • dpa
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