Rückblick
Chronik: Middelhoff räumt bei Karstadt-Quelle auf

Der Weg des Konzerns unter der Regie des Ex-Bertelsmann-Chefs Thomas Middelhoff.

12. Mai 2005: Der bisherige Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff übernimmt überraschend den seit mehr als einem Monat unbesetzten Chefposten bei Karstadt-Quelle und kündigt ein 100-Tage-Programm zur Konzernsanierung an. „Wir müssen nun schnell und entschlossen handeln“, kündigt der neue Konzernchef an.

12. Mai 2005: Noch am Tag des Chefwechsels muss der erste Manager seinen Sessel räumen. Der bislang für das schwächelnde Versandhandelsgeschäft zuständige Vorstand Arwed Fischer geht.

20. Mai 2005: Der Aktienpool um die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz kündigt die Übernahme der Mehrheit an Karstadt-Quelle an. In den folgenden Woche wird die Beteiligung durch Zukäufe weiter ausgebaut.

24. Mai 2005: Konzernchef Middelhoff bezeichnet die Krise bei Karstadt-Quelle vor den Aktionären bei der Hauptversammlung in Düsseldorf als „hausgemacht“. Middelhoff schwört die Aktionäre auf „weiterhin harte Zeiten“ ein.

17. Juni 2005: Gut einen Monat nach dem Amtsantritt von Middelhoff kündigt das Unternehmen eine neue Konzernstruktur mit „deutlich verkürzten“ Entscheidungswegen an. Der Aufsichtsrat billigt den Weggang des stellvertretenden Vorsitzenden der Karstadt Warenhaus AG Benedikt Best.

21. Juni 2005: Mit dem Verkauf der Beteiligung an der Fachhandelskette Golf House setzt der Karstadt-Quelle-Konzern sein Verkaufsprogramm fort. Bis Ende September sollen neben den Fachhandelsketten SinnLeffers, Wehmeyer und Runners Point auch die 75 kleinen Warenhäuser verkauft werden.

14. Juli 2005: Vor dem Hintergrund eines Einbruchs beim Versandhandel senkt das Unternehmen seine Umsatz - und Ergebnisprognose. Das Unternehmen kündigt ein „umfangreiches Maßnahmenpaket“ an, um das Restrukturierungstempo im Versand zu erhöhen.

3. August 2005: Karstadt-Quelle verschafft sich Luft im Überlebenskampf mit dem raschen Verkauf seiner 74 kleinen Warenhäuser und der restlichen Fachgeschäfte. Wie geplant sollen insgesamt 1,1 Milliarden Euro in die Kasse fließen. Middelhoff kündigt außerdem den Verkauf des Ratenkreditgeschäftes und der Karstadt-Hypothekenbank an, mit dem zusätzlich 1,3 Milliarden Euro erlöst werden sollen.

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