Rückruf bei Bombardier: Bahn hat Probleme mit neuen Zügen

Rückruf bei Bombardier
Bahn hat Probleme mit neuen Zügen

Bombardier muss neue S-Bahnzüge zurücknehmen: Zwölf Fahrzeuge weisen „technische Funktionsstörungen an Schiebetritten und Türen“ auf. Es ist aber nicht die erste Panne, die sich Bombardier geleistet hat.
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DüsseldorfDie Deutsche Bahn hat erneut Probleme mit neuen Fahrzeugen. Zwölf gerade erst ausgelieferte S-Bahnen für die Region Stuttgart mussten wieder aus dem Betrieb genommen werden und gehen zurück an den Hersteller Bombardier. Grund sind „technische Funktionsstörungen an Schiebetritten und Türen“, bestätigte der kanadische Hersteller der Digitalzeitung Handelsblatt Live (Freitagnachmittagausgabe) auf Anfrage.

Die defekten Fahrzeugen sind die erste Lieferung von insgesamt 87 bestellten S-Bahnen. Weitere 90 Fahrzeuge des Bautyps ET 430 sind für den Rhein-Main-Raum bestellt, aber noch in der Produktion.

Für Bombardier ist die Störung besonders unangenehm, weil zuletzt die verzögerte Auslieferung von Regionalzügen des Typs Talent für großes Aufsehen sorgten. Mit etwa zwei Jahren Verspätung sind nun 207 der insgesamt 295 bestellten Fahrzeuge bei der Deutschen Bahn im Einsatz. Der Grund sind auch hier technische Probleme sowie Verzögerungen bei der Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt EBA.

Kommentare zu " Rückruf bei Bombardier: Bahn hat Probleme mit neuen Zügen"

Alle Kommentare
  • Bitte nicht die DB verantwortlich machen. Besteller ist das Land bzw der Verkehrsverbund. Der Besteller schreibt auch vor, welche Fahrzeuge mit welchen Ausstattungskriterien genommen werden müssen.

  • Und die, die die Schwellen ausschreiben kennen die finanziellen Verhältnisse der Firma sicher gut, haben aber keinen Dunst, was eine Schwelle ist....

  • Dafür war alles schön billig und die Konstruktionen wurden von einem billigen Konstruktionsdienstleistungsunternehmen durchgeführt. Die Konstrukteure waren auf Leiharbeitsbasis angestellt. Bei der Herstellung wird es nicht anders gewesen sein. Billig , billig , billig. Alles zum Wohle der Geldgeber....

  • Es wird halt nur noch billig bestellt und gebaut,es lohnt ja auch kein großer eigener Fahrzeugpark ,wenn jede Schwelle einzeln ausgeschrieben wird.

  • "Bahn hat Probleme mit neuen Zügen"
    Mit den alten auch...

  • Warum nur wundert mich das alles nicht?
    Kann es sein, daß die Technik seit Jahren rückwärts geht, schlechter und mieser wird (und nicht nur mir das auffällt)?

  • Es ist etwas verwunderlich, dass dieser Bericht als Exklusivbericht von handelsblatt online dargestellt wird. Er stammt tatsächlich von Bahnbauer Bombardier Transportation und wurde beinahe wortgleich bundesweit an Redaktionen der wichtigsten relevanten Fachzeitschriften und Wirtschaftstitel versandt. Also bitte Vorsicht mit dem Begriff "exklusiv".

  • Bei den Vorgänger-S-Bahnen in Stuttgart kann man die Türen sofort nach anhalten öffnen. Bei den ganz alten sogar schon vorher. Bei den neuen S-Bahnen leuchtet das Licht erst ungefähr 5 Sekunden nach anhalten grün auf. Nach betätigen des Öffnungsknopfes öffnen aber nicht die Türen. Nein – es fahren diese supertollen Trittbretter ewig heraus. Dann öffnet erst die Türe.

    Da die Bahnsteige in Stuttgart teilweise niedriger sind als die Einstiegsbereiche der S-Bahnen, hat man eine wackelige Stolperfalle als Hindernis beim Ein- und Ausstieg. Da kann man schon auf die Verletzten Betrunkenen beim Cannstatter Volksfest warten.

    Die neuen S-Bahnen haben einen Monitor mit einer Fahrplananzeige und der aktuellen Uhrzeit. Jedes Mal, wenn ich mit der neuen S-Bahn gefahren bin, hatte diese mindestens 2 Minuten Verspätung.

    Es erscheint mir unbegreiflich, wie die Deutsche Bahn sich einen solchen Müllzug andrehen lassen konnte.

    Wenn die uralten S-Bahnen eine Klimaanlage hätten, könnte man wegen mir die neuen S-Bahnen gleich verschrotten.

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