Rückschlag für Franzosen
Gelsenwasser geht an Stadtwerke

Der weltweit zweitgrößte Dienstleister im Wassergeschäft, die französische Veolia, wird nicht bei Gelsenwasser einsteigen. Nach Abschluss der letzten Präsentationsrunde haben die Eigentümer von Gelsenwasser, die Dortmunder Stadtwerke (DSW) und die Stadtwerke Bochum (SWB), am Donnerstag entschieden, mit der Emschergenossenschaft (EG) und dem Ruhrverband (RV) Verhandlungen über eine Minderheitsbeteiligung an der Wasser- und Gas Westfalen GmbH (WGW) aufzunehmen.

mjh DÜSSELDORF. In der WGW haben DSW und SWB ihre Gelsenwasser-Aktien von 94,93 % gebündelt. EG und RV sollen gleichhohe Anteile erwerben.

Der Ausgang des Verfahrens wirft Veolia zurück. Bislang haben die Franzosen nur in Berlin und Ostdeutschland Fuß gefasst. Ein Veolia-Sprecher sagte: „Wir bedauern, dass die Gelsenwasser-Eigentümer keine unternehmerische, sondern eine rein kommunlapolitische Entscheidung getroffen haben.“ Veolia werde aber seinen Weg als zuverlässiger Partner von Kommunen und Industriefirmen weiter gehen.

Wie die Gelsenwasser-Eigentümer weiter mitteilten, wollen sie bald Gespräche mit dem vierten Bieter, einem Konsortium von benachbarten Stadtwerken, der so genannten „Hellweg-Gruppe“, führen. Die Gesellschafter der WGW erwarteten hierzu ein verbindliches Konzept, das zu einer Wertsteigerung der GelsenwasserGruppe führe.

„Wir danken allen beteiligten Bietern für ihr Engagement“, sagten die Stadtwerkechefs Harald Heinze (DSW) und Bernd Wilmert (SWB). Die Offerten seien professionell und eine Entscheidung insofern schwierig gewesen. Doch werde das partnerschaftliche Konzept Gelsenwasser zu gute kommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%