Rückzug auf Raten aus USA
Douglas sieht Erholung der Konsumnachfrage

Im laufenden Jahr sieht sich der Handelskonzern Douglas sieht sich auf gutem Weg, seine Geschäftsprognosen zu erreichen. Vorstandschef Henning Kreke sagte, er sehe erste Anzeichen für eine langsame Erholung der Konsumnachfrage in Deutschland.

HB DÜSSELDORF. Kreke bekräftigte am Dienstagabend vor Journalisten seine zuletzt im Mai geäußerte Prognose, wonach der Hagener Handelskonzern im Geschäftsjahr 2003/04 (zum 30. September) ein Umsatzplus von rund zwei Prozent und ein Ergebnis im gewöhnlichen Geschäft zwischen 104 und 108 (Vorjahr: 98) Millionen Euro erzielen werde.

„Ich stehe unter dem Eindruck, dass wir in Deutschland die schlimmsten Zeiten hinter uns haben“, sagte der Douglas-Chef mit Blick auf die allgemeine Handelskonjunktur im Inland. „Wir spüren in den Filialen erste Anzeichen dafür, dass es im zweiten Halbjahr besser laufen könnte.“ Konkrete Angaben zum laufenden Quartal machte Kreke aber nicht. Er verwies auf die Veröffentlichung der Neunmonatszahlen am 11. August.

Douglas werde weiter in erster Linie durch die Expansion seiner gleichnamigen Parfümerie-Sparte im Ausland wachsen, bekräftigte Kreke. Dabei gebe es aber auch Rückschläge, räumte er ein. So sei der Versuch, in der Türkei Fuß zu fassen, vorerst gescheitert. Dort sei ein Kooperationsvertrag mit einem Partner nicht zu Stande gekommen. Douglas wolle zwar weiterhin in die Türkei expandieren, verfolge dieses Ziel aber künftig alleine. Das Wachstum in Russland, wo Douglas erst seit vergangenem Jahr vertreten ist, werde gebremst durch hohe Mietpreise.

Douglas in den USA auf Rückzugs-Strategie

In den USA, wo Douglas bereits seit 1982 über eigene Parfüm-Filialen verfügt, seien die Erwartungen nicht erfüllt worden. „Dort haben wir kein Bein auf den Boden bekommen und auch keine Strategie gegen die Dominanz der Parfümerien in den Warenhäusern gefunden“, sagte Kreke. Das US-Geschäft schreibe zwar noch keine roten Zahlen, Douglas habe dort aber eine „Rückzugs-Strategie auf Raten“ eingeschlagen. Mittlerweile erzielt Douglas rund 30 Prozent des Konzernumsatzes von zuletzt 2,2 Milliarden Euro im Ausland.

Seine Beteiligung an dem Herrenausstatter Pohland will Douglas zum Jahresende auf 75 von bisher 48 Prozent ausweiten. Zugleich soll das Pohland-Sortiment modernisiert werden.

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