Rund 10 Prozent mehr Patienten im ersten Halbjahr
Röhn kann eigene Erwartungen nicht erfüllen

Der Krankenhausbetreiber Rhön Klinikum hat im ersten Halbjahr 2004 Umsatz und Gewinn gesteigert, aber die eigenen Erwartungen nicht erfüllt. Das Unternehmen hält allerdings an seinen Jahreszielen fest.

HB FRANKFURT. Der Umsatz sei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 498,8 Millionen Euro gewachsen, teilte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 497,8 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich habe der Nettogewinn 37,1 Millionen Euro betragen. Das sei ein Plus von 1,6 Prozent.

Die Umsatz- und Gewinnentwicklung liege etwas unter den Erwartungen, teilte Rhön mit. Rhön werde, wenn Kostensenkungen greifen, die angepeilte Gewinnprognose 2004 von 76 Millionen Euro erreichen. Auch strebe Rhön unverändert ein Jahresumsatz von einer Milliarde Euro an, ergänzte eine Sprecherin.

Im ersten Halbjahr seien in den Kliniken von Rhön rund 10 Prozent mehr Patienten, insgesamt 280 727, behandelt worden als im Jahr zuvor. Rhön ist spezialisiert auf die Übernahme und Sanierung von Kliniken und profitiert von dem zunehmenden Privatisierungsdruck bei öffentlichen Krankenhäusern. Zuletzt hat Rhön städtische Krankenhäuser in Eisenhüttenstadt, Pforzheim und Hildesheim übernommen. Für das zweite Halbjahr sind nach Konzernangaben weitere Akquisitionen geplant.

Der seit dreißig Jahren bestehende Klinikbetreiber war 1988 als Aktiengesellschaft aus der ehemaligen Rhön-Klinikum GmbH hervorgegangen. Inzwischen zählen mehr als 30 Kliniken zu dem Unternehmen, das 1989 als erster deutscher Klinikbetreiber an die Börse gegangen war.

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