Rund 4000 Stellen sind gefährdet
Post will Töchter zusammenlegen

Bei der Deutschen Post könnten unter Umständen rund 4000 Stellen wegfallen. Das Unternhemen will seine Logistik- und Express-Tochterfirmen DHL, Danzas und Euro Express in Deutschland zusammenlegen.

HB FRANKFURT. „Wir verhandeln mit der Gewerkschaft darüber, es gibt eine spezielle Einigung mit Verdi,“ sagte ein Post-Sprecher am Mittwochabend. Er bestätigte damit einen vorab veröffentlichten Bericht der Tageszeitung „Die Welt“. Das Blatt hatte berichtet, dass sich der Konzern mit der Gewerkschaft über die Eckpunkte einer Integration der Logistik- und Express-Tochtergesellschaften geeinigt habe. Von den rund 10 000 Beschäftigten der drei Firmen erhielten in der neuen Post Euro Express Verwaltungs GmbH voraussichtlich 4350 Mitarbeiter keine Stelle mehr. In dem nun mit Verdi abgeschlossenen Vorvertrag werde als Ziel genannt, für möglichst viele eine Beschäftigung im Konzern zu finden. Dennoch sei offen, ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen werde. Dies wären die ersten Entlassungen bei der Post seit mehr als zehn Jahren.

Die Deutsche Post hatte an diesem Mittwoch ihre Tochtergesellschaft Postbank nach einer langen Zitterpartie an die Börse gebracht. Die Post verkaufte inklusive Mehrzuteilungsoptionen rund 54,5 Mill. Aktien direkt an der Börse zu einem Preis von je 28,50 €. Die Post erlöst mit den Aktien rund 1,55 Mrd. €. Eine weitere Milliarde Euro spült eine zusätzliche Umtauschanleihe in die Kasse. Die Post will den Erlös unter anderen zum Abbau der Schulden und die weitere Expansion verwenden. Post-Chef Klaus Zumwinkel will die Post bis Ende 2005 zur Nummer Eins in der weltweiten Logistik machen. Um den Konzern unabhängiger vom deutschen Briefmonopol zu machen, treibt er die Expansion in Asien und den USA voran.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%