Russische Airline im Minus
Auch billiges Kerosin kann Aeroflot nicht helfen

Der Rubel ist abgeschmiert, das macht vieles für Aeroflot teurer. Die russische Fluggesellschaft zahlt bei Wartung und Unterhalt drauf. Zwar wächst die Zahl der Passagiere, unter dem Strich sieht es aber düster aus.
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MoskauWegen der Rubelkrise hat die russische Fluggesellschaft Aeroflot im ersten Halbjahr deutliche Verluste hinnehmen müssen. Trotz eines Anstiegs bei der Zahl der Passagiere lag der Nettoverlust des mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen Unternehmens im ersten Halbjahr bei 3,5 Milliarden Rubel (47 Millionen Euro), wie Aeroflot am Montag in Moskau mitteilte. Experten hatten ein noch schlechteres Ergebnis erwartet.

Während andere Fluggesellschaften weltweit derzeit wegen der niedrigen Kerosinpreise gute Entwicklungen aufzuweisen haben, leidet die Branche in Russland unter der Wirtschaftskrise. Die sinkende Kaufkraft der Bevölkerung erschwert das Geschäft auf internationalen Langstreckenflügen. Vor allem aber erhöhen sich durch den Absturz der russischen Währung viele Kosten, etwa die Wartung von Maschinen oder die Rückzahlung von Krediten.

Bei Aeroflot stiegen so die Kosten für den Unterhalt der Flugzeuge und für Dienstleistungen für die Passagiere um 24,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Kosten für das Chartern von Maschinen stiegen sogar um 71 Prozent, die für technische Wartung um 41 Prozent. Die Zahl der Passagiere wuchs in dem Zeitraum hingegen um 14 Prozent und damit auch der Umsatz um 26 Prozent.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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