RWE hat Interesse an Mainova zurückgewiesen: MVV expandiert an den Main

RWE hat Interesse an Mainova zurückgewiesen
MVV expandiert an den Main

Der Mannheimer Versoger MVV Energie hat offenbar ein Objekt für seine geplante Expansion gefunden: Er möchte mit dem regionalen Versorger Mainova zusammenrücken.

HB FRANKFURT/MAIN. Vertreter der Stadt Offenbach, der Mannheimer MVV und der Frankfurter Mainova prüften die Möglichkeit einer Kooperation in der Energie- und Wasserversorgung, teilten die beiden Versorger am Mittwoch mit. Auf die Frage, ob die Gespräche auch zu einer Fusion führen könnten, sagte ein Sprecher der Mainova: „Alles kann, nichts muss. Wir sind noch in einer sehr frühen Phase.“ Über den Verlauf der Gespräche sei Stillschweigen vereinbart worden. In einem ersten Schritt sollen Kostensenkungspotenziale ermittelt und bewertet werden. Mit ersten Ergebnissen sei spätestens im Juli 2005 zu rechnen. MVV war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Um den Einstieg eines größeren Versorgers bei der Mainova waren zuletzt mehrfach Spekulationen aufgekeimt. RWE hatte ein Interesse an dem Frankfurter Unternehmen Ende Januar aber zurückgewiesen.

Die MVV ist bereits an der Energieversorgung Offenbach (EVO) mit knapp 49 Prozent beteiligt, deren Versorgungsgebiet an das der Mainova angrenzt. Der neue MVV-Chef Rudolf Schulten hat sich eine Expansion des Mannheimer Stadtwerks in benachbarte Regionen auf die Fahnen geschrieben. Zur Finanzierung des Kaufs weiterer Stadtwerke in Deutschland will er sich auf der Hauptversammlung im März eine Kapitalerhöhung um 30 Prozent genehmigen lassen. Damit stünden der MVV rund 250 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

Die Mainova versorgt die Stadt Frankfurt mit Wasser, Strom, Wärme und Erdgas und das Umland der Mainmetropole mit Gas. 2003 hat sie nach eigenen Angaben 1,14 Milliarden Euro umgesetzt, die MVV peilt in diesem Jahr zwei Milliarden Euro Umsatz an. 75,2 Prozent an der Mainova hält die Stadt Frankfurt, 24,4 Prozent liegen bei der Eon-Tochter Thüga. Die Eigner seien in die Gespräche noch nicht eingebunden, sagte der Sprecher: „Hier reden die Vorstände miteinander.“

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