RWE-Tochter
Thames Water will jede vierte Stelle streichen

Die britische RWE-Tochter Thames Water erwägt den Abbau von bis zu einem Viertel ihrer Stellen bis Anfang 2010. Der Abbau der 1 500 Arbeitsplätze gehöre zu einem massiven Kostensenkungs-Programm, wie der Chef des größten britischen Wasserversorgers, Jeremy Pelczer, an die Mitarbeiter schrieb.

dpa-afx LONDON. Jährlich will die britische Gesellschaft 300 Stellen streichen, hieß es in der E-Mail vom vergangenen Freitag, die an diesem Dienstag auf der Unternehmens-Website veröffentlicht wurde. Derzeit beschäftigt die Tochter des deutschen Energieversorgers RWE etwa 6 000 Menschen.

Um die Unternehmensziele zu erreichen, müssten Stellen wegfallen, schrieb Pelczer. Thames Water hoffe aber, Zwangskündigungen möglichst auf ein Minimum reduzieren zu können. Dabei werde der Versorger unter anderem eigene Angestellte gegenüber Leiharbeitern bevorzugen.

In einer weiteren Mitteilung auf seiner Website gab Thames Water bekannt, dass nun im Unternehmen nach Möglichkeiten gesucht werde, effizienter zu arbeiten. Hier hoben die Briten vor allem das Problem undichter Wasserrohre hervor.

Thames Water hat 8,5 Millionen Kunden in Großbritannien. Das Unternehmen stand jüngst massiv in der Kritik, weil wegen des veralteten Leitungsnetzes trotz Rekordgewinn und Preiserhöhungen jeden Tag riesige Wassermengen wieder im Erdreich versickern. Pro Tag gehen auf diese Weise fast 900 Mill. Liter Wasser verloren. Vor allem in der Gegend um London sind unterirdische Wasserrohre undicht. Gleichzeitig stiegen die Unternehmensgewinne. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 schnellte der Vorsteuergewinn um knapp ein Drittel auf 346,5 Mill. britische Pfund hoch.

RWE hatte vor kurzem bestätigt, seine britische Tochter Thames Water entweder verkaufen oder an den Kapitalmarkt bringen zu wollen. Der Essener Versorger strebt an, sich auf die Sparten Strom und Gas zu konzentrieren.

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