Ryanair ausgebremst
Widerstand gegen Aer-Lingus-Übernahme

Auch im dritten Anlauf könnte die Übernahme der Fluggesellschaft Aer Lingus durch den Konkurrenten Ryanair scheitern. Die EU-Kommission sieht den Wettbewerb gefährdet und befürchtet Nachteile für irische Passagiere.
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BrüsselDie Fluggesellschaft Ryanair stößt bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Aer Lingus weiterhin auf den Widerstand der EU-Kommission. Die Brüsseler Wettbewerbswächter leiteten eine eingehende Prüfung ein, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. „Die vorläufige Prüfung der Kommission hat ergeben, dass die geplante Übernahme in Form eines öffentlichen Angebots möglicherweise Anlass zu Wettbewerbsbedenken gibt.

„Beide Beteiligte zählen zu den größten Unternehmen auf dem irischen Markt für Passagierflugverkehr“, erklärte die Kommission. Die beiden Unternehmen seien die wichtigsten Fluggesellschaften am Flughafen Dublin und konkurrierten zudem als Alleinanbieter auf vielen europäischen Strecken, insbesondere in Irland.

„Die Übernahme könnte daher dazu führen, dass der Wettbewerb auf vielen dieser Strecken faktisch oder potenziell ausgeschaltet wird.“ Die Prüfung der EU-Kommission soll bis Mitte Januar abgeschlossen sein.

Ryanair hatte im Juni einen dritten Anlauf zur Übernahme von Aer Lingus unternommen und 694 Millionen Euro für den Konkurrenten geboten. Ryanair hatte 2006 das erste Mal für Aer Lingus geboten. Ende 2006 bis 2007 kaufte sich der Billigflieger dann zu knapp 30 Prozent bei der irischen Fluggesellschaft ein.

2008 bot Ryanair ein zweites Mal. Aer Lingus, zu 25 Prozent in Staatsbesitz, wies dies beide Male zurück; die EU-Kommission verbot den Deal zudem, weil die beiden Airlines durch den Zusammenschluss eine Monopolstellung auf vielen Strecken erhalten würden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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