Ryanair in Deutschland: Billigflieger will von Berlin aus durchstarten

Ryanair in Deutschland
Billigflieger will von Berlin aus durchstarten

Ryanair bläst zum Angriff: Die Billig-Airline will ihren Marktanteil in Deutschland binnen eines Jahres verdoppeln. Der Fokus des Wachstumskurses soll auf der Hauptstadt liegen.

BerlinEuropas größter Billigflieger Ryanair will seinen Marktanteil in Deutschland binnen eines Jahres verdoppeln und setzt dabei vor allem auf Berlin. Im Geschäftsjahr 2016/17 werde der Marktanteil von fünf auf zehn Prozent steigen, sagte Marketing-Chef Kenny Jacobs am Mittwoch in Berlin. Der irische Konzern bietet ab November 13 neue Routen von der Hauptstadt an, will dort vier weitere Maschinen stationieren und die Passagierzahl auf 4,7 Millionen mehr als verdoppeln. „Berlin ist das Herzstück unseres Wachstums in Deutschland.“ Ryanair hat angekündigt, auch in Nürnberg und Hamburg sein Flugangebot ab November zu verstärken.

Ryanair will nach bisherigen Planungen den Marktanteil in Deutschland in den nächsten fünf Jahren auf 20 Prozent ausbauen. „Das kann mehr oder weniger als fünf Jahre dauern“, sagte Jacobs. Dies hänge davon ab, wo man die Flugzeuge einsetze, wie die Verträge mit den Airports liefen und was die Konkurrenten täten. Der Manager kündigte an, dass man den Marktanteil von einem Fünftel auch schaffe werde, ohne die beiden größten Flughäfen Frankfurt und München anzufliegen.

Billigflieger wie Ryanair versuchen zwar bei ihrem Wachstum zunehmend auch Airports in Großstädten anzusteuern. Die Rivalen der Lufthansa und von Air Berlin scheuen aber die höheren Flughafengebühren. Zudem sind die Maschinen an großen Flughäfen meist länger am Boden, was dem Geschäftsmodell der Billigflieger entgegensteht.

Im innerdeutschen Verkehr bietet Ryanair bisher nur die Strecke zwischen Köln/Bonn und Berlin an und liefert sich mit der Lufthansa-Billigtochter Eurowings einen Preiskampf. Hier werde man so lange gegenhalten wie nötig, sagte Jacobs. „Wir haben die tieferen Taschen und längeres Stehvermögen als unsere Wettbewerber auf dieser Route.“ Weitere innerdeutsche Strecken könnten im nächsten Jahr hinzukommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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