Sachsen will Bwin verbieten lassen
Privaten Wettbüros geht's an den Kragen

Die Bundesländer haben den Druck auf die privaten Wettbüros massiv erhöht: Nahezu flächendeckend haben die Behörden mittlerweile Verfahren zur Schließung angestrengt und Unterlassungsverfügungen verschickt. Einige Betreiber haben bereits freiwillig den Betrieb eingestellt.

HB FRANKFURT/MAIN. Voraussichtlich am (morgigen) Donnerstag will Sachsen die Aktivitäten des privaten Internet-Sportwettenanbieters bwin verbieten lassen. Der österreichische Konzern, der bislang betandwin hieß, gilt als einer der größten Anbieter von Sportwetten.

„Wir prüfen auf juristischem Wege eine Unterlassung“, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Lothar Hofner, in Dresden. Laut „Süddeutscher Zeitung“ will Sachsen in Abstimmung mit den anderen Landesregierungen bwin spätestens am Donnerstag die Konzession entziehen. Bwin solle ferner verboten werden, via Internet Wetteinsätze aus Deutschland anzunehmen. Das Unternehmen wolle seinerseits Schadenersatz in Millionenhöhe verlangen.

„Es ist die einhellige Haltung der Länderinnenminister konsequent gegen illegale Wettanbieter vorzugehen“, betonte Rainer Riedl vom bayerischen Innenministerium, das derzeit den Vorsitz der Länderkonferenz führt. Auch die Ministerpräsidentenkonferenz habe sich nach dem Verfassungsgerichtsurteil im März bereits zwei Mal mit dem Thema befasst und die Grundsatzentscheidung getroffen, das staatliche Sportwettenmonopol zu erhalten.

Im Fall bwin gebe es zwar den Sonderfall, dass sich dessen deutsche Tochtergesellschaft in Sachsen auf eine alte DDR-Lizenz berufen könnte. Die habe jedoch keine Auswirkung auf ein Verbot in den alten Bundesländern. In Bayern habe es ursprünglich mehr als 400 Wettbüros gegeben. „In absehbarere Zeit werden alle hier bestehenden illegalen Wettbüros geschlossen sein, und Neueröffnungen verhindert“, betonte Riedl.

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