Saks Fifth Avenue
Kanadier stürzen sich auf New Yorker Kaufhausikone

Hawaii-Hemden für 300 Dollar: Bei Saks an der New Yorker Fifth Avenue kein Problem. Die ganze Kaufhauskette kostet 2,4 Milliarden Dollar. Jetzt hoffen kanadische Lehrer, dass Online-Shopping die Firma nicht gefährdet.
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New YorkLage, Lage, Lage: Die drei Voraussetzungen für eine erfolgreiche Immobilie treffen auf das New Yorker Luxuskaufhaus Saks Fifth Avenue zu. Gegenüber liegt das berühmte Rockefeller Center, wo sich jährlich allein Millionen Touristen in der Adventszeit den berühmtesten Weihnachtsbaum New Yorks anschauen. Einen Block nördlich liegt die St. Patrick's Cathedral, die schon mal als Filmkulisse für Hollywood-Blockbuster dient – ebenfalls ein Touristenmagnet.

Bereits seit fast 90 Jahren ist das Geschäft eine Anlaufstelle für Luxus-Käufer in Manhattan. Daran dürfte sich auch durch einen Besitzerwechsel nichts ändern: Die kanadische Firma Hudson's Bay Co. (HBC) kauft für 2,4 Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro) das Traditionskaufhaus und die dazugehörige Kaufhauskette. Insgesamt 41 Geschäfte tragen den Namen „Saks Fifth Avenue“, hinzu kommen 67 „Off 5th“-Kaufhäuser, die „Discount-Luxus“ bieten. Ein Fünftel des Konzernumsatzes steuert aber die Vorzeigefiliale in New York bei.

Nordamerikanische Einzelhändler wie die Elektronik-Kette Best Buy leiden zwar immens unter dem rasanten Wachstum des Online-Handels. Bislang kommen Luxus-Händler aber recht glimpflich davon. Dass dies so bleibt, müssen jetzt auch kanadische Lehrer hoffen. Denn 17 Prozent der Firma gehören künftig dem Pensionsfonds der Lehrer Ontarios. Der Fonds schießt dem Deal 250 Millionen Dollar an Eigenkapital zu und 500 Millionen Dollar Kredit.

Die neuen Eigner wollen die Marke vor allem auch in Kanada weiter ausbauen und bis zu sieben neue Saks-Geschäfte und bis zu zwei Dutzend „Off 5th“-Geschäfte allein im Heimatmarkt eröffnen.

Sollte der Kauf so über die Bühne gehen, wird sich auch der mexikanische Milliardär Carlos Slim freuen können. Ihm gehören gemeinsam mit dem italienischen Geschäftsmann Diego Della Valle fast ein Drittel der Saks-Anteile.

Mit Material von Reuters und Bloomberg.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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