Sanierung
Kartenabwickler GZS macht wieder Gewinne

Die GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme ist nach einer harten Sanierung in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen, das vor der Übernahme durch die amerikanische First Data steht, einen Gewinn von 11,4 Mill. Euro. 2004 war noch ein Verlust von 20 Mill. Euro angefallen.

HB FRANKFURT. Die GZS versteht sich mit der Verarbeitung von rund acht Millionen Karten als Marktführerin bei der Abwicklung des kartengestützten Zahlungsverkehrs in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden rund eine MilliardeTransaktionen mit einem Kartenumsatz von 35 Mrd. Euro abgewickelt. Wegen des Preisdrucks und dem Verlust eines größeren Kunden sank der Umsatz um zehn Prozent auf 172, 9 Mill. Euro. Die Rückkehr in die Gewinnzone verdankt die GZS dem Ende 2004 eingeleiteten Sanierungskurs. Seitdem sank die Zahl der Mitarbeiter von rund 1 000 auf 750, die Anzahl der Führungskräfte halbierte sich auf 55. Vor allem deswegen schrumpften die Kosten um fast ein Fünftel auf 161,2 Mill. Euro. Anfang der Woche unterzeichneten Geschäftsführung und Betriebsrat eine Vereinbarung über die Flexibilisierung der Arbeitzeit und den Abbau von Sozialleistungen. Unter anderem müssen die Beschäftigten in diesem Jahr auf eine Gehaltserhöhung verzichten. GZS-Chef Norbert Pawlowski sieht in dem Ergebnis die „Grundlage für eine erfolgreiche Integration in die First Data Corp“. Die Verkaufsverträge wurden Ende Dezember unterschrieben. Die Transaktion soll im Sommer abgeschlossen sein, sofern die Kartellbehörden keine Steine in den Weg legen.

Der US-Konzern will mit der Übernahme auf dem deutschen Markt Fuß fassen, dem mit Blick auf den geplanten einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum Potenzial eingeräumt wird. Bisher gehörte die GZS der deutschen Kreditwirtschaft: Die privaten Banken und die Sparkassen hielten je 40 Prozent, 20 Prozent lagen bei den Genossenschaftsbanken. Die GZS hatte in den letzten Jahren diverse Großkunden verloren. Mittlerweile sei dieser Trend aber gestoppt, sagte Pawlowski. Alle wichtigen Kunden hätten ihre Verträge verlängert. pot

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