Sanierung
Schlecker-Mitarbeiter verzichten auf Geld

Um das angeschlagene Unternehmen zu retten, wollen die Schlecker-Mitarbeiter auf Geld verzichten. Wie genau der Verzicht aussehen könnte, darüber verhandeln Gewerkschaft und Insolvenzverwalter.
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Ehingen/Frankfurt/StuttgartIn den seit Wochen laufenden Verhandlungen über einen Lohnverzicht der Beschäftigten der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker kommt Bewegung. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi sagte am Mittwoch nach einem Sondierungsgespräch mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, die Arbeitnehmervertretung könne sich Einbußen bei der Bezahlung der Mitarbeiter von rund 10,5 Prozent über drei Jahre vorstellen. "Das ist das Äußerste, damit ist Ende der Fahnenstange", sagte die Sprecherin.

Das Gespräch mit dem Insolvenzverwalter sei „konstruktiv“ gewesen. Die Gewerkschaft hoffe, dass Geiwitz nicht weiter auf seiner Forderung nach höheren Einschnitten beharre. Der Insolvenzverwalter hat bislang Einschnitte von rund 15 Prozent verlangt.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters sagte nach dem Gespräch mit Verdi, die Zugeständnisse seien zur Kenntnis genommen worden: „Das ist ein Zwischenstand, wir haben noch keine Einigung.“ Die Verhandlungen gingen weiter, eventuell auch unter Einbeziehung eines Investors, der die zahlungsunfähige Drogeriemarkt-Kette mit ihren rund 16.000 Beschäftigten noch übernehmen wolle.

In der Diskussion sind eine Verschiebung künftiger Lohnerhöhungen, unentgeltliche Mehrarbeit von zwei Stunden pro Woche sowie der Verzicht auf Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Auch Verdi dringt auf die Beteiligung eines Investors an den Gesprächen über einen Sanierungs-Tarifvertrag, mit dem die Kosten des Unternehmens gesenkt werden sollen. Über den von Verdi verlangten Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen könne letztlich nur ein Geldgeber entscheiden, sagte die Gewerkschafts-Sprecherin. Ohne Investor werde voraussichtlich daher kein Sanierungs-Tarifvertrag zustande kommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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