Sanierungskonzept mit Gläubigerverzicht
Gesundheitskonzern CTT vorerst gerettet

Der von Insolvenz bedrohte Gesundheitskonzern CTT (Caritas Trägergesellschaft Trier) ist vorerst gerettet. Gläubigerbanken, CTT-Vorstand und Kooperationspartner haben sich nach Mitteilung der an den Verhandlungen beteiligten Marienhaus GmbH vom Freitag auf ein Sanierungskonzept geeinigt.

HB TRIER. Demnach verzichten unter anderem die Gläubigerbanken auf einen „zweistelligen Millionen-Euro- Betrag“. CTT hat etwa 500 Beschäftigte.

Die Beschäftigten hätten bereits im November 2003 auf eine Gehaltserhöhung sowie Teile des Urlaubsgeldes verzichtet und damit einen Beitrag von rund 15 Millionen Euro erbracht, sagte Marienhaus- Sprecher Heribert Frieling. Die Verschuldung der CTT bezifferte er auf rund 130 Millionen Euro und bestätigte damit Informationen der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“. Die Zeitung berichtet in ihrer Samstagausgabe, die Gläubiger wollten auf etwa 50 Millionen Euro verzichten. Diese Zahl wollte Frieling auf dpa-Anfrage allerdings nicht bestätigen.

„Die Insolvenz, die wie ein Damoklesschwert in den letzten Monaten über der CTT schwebte, ist damit abgewendet“, erklärten Schwester M. Basina und Bruder Pankratius von der Marienhaus GmbH. Das Sanierungskonzept ruhe auf verschiedenen Eckpfeilern, insbesondere Umschuldung und Entschuldung. Dazu kämen strukturelle Veränderungen. Der Gesundheitskonzern CTT war nach der Untreue-Affäre seines früheren Chefs Hans-Joachim Doerfert Ende der 90er Jahre in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

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