SAS setzt sich Zeitlimit für Verkauf
Iberia bläst Spanair-Übernahme ab

Die geplante Übernahme der zweitgrößten spanischen Fluggesellschaft Spanair durch die ebenfalls spanische Iberia ist geplatzt. Grund sind Uneinigkeiten über die Kaufbedingungen. SAS, die derzeitige Eigentümerin, hat sich nun selbst ein Zeitlimit für den Verkauf gesetzt.

HB MADRID. Die geplante Übernahme der zweitgrößten spanischen Fluggesellschaft Spanair durch die heimische Iberia ist geplatzt. Man habe sich nicht über die Kaufbedingungen einigen können und werde daher die Offerte zurückziehen, teilte Iberia am Donnerstagabend mit. Der Schritt hatte sich abgezeichnet, nachdem Firmenchef Fernando Conte kurz zuvor gesagt hatte, der Kauf der SAS-Tochter stehe auf den Prüfstand. „Das Umfeld verändert sich“, hatte er erklärt. „Wir müssen prüfen, welche Zukunft unsere Offerte in dem neuen Marktumfeld hat.“ Fluglinien haben in den vergangenen Wochen den gestiegenen Ölpreis und die schwächere Konjunktur deutlich zu spüren bekommen. Im Februar, als die Iberia-Führungsriege den Kauf abgenickt hatte, war der Preis für Kerosin noch deutlich niedriger als derzeit.

Die skandinavische SAS will ihre Verkaufspläne zu den Akten legen, wenn bis Ende Juni keine Entscheidung über eine Veräußerung getroffen ist. In dem Fall wolle SAS Eigentümer bleiben und selbst „eine profitable Spanair“ sicherstellen, erklärte der Konzern. Neben Iberia hatten spanische Medien auch den in Madrid ansässigen Charterflieger Gadair und eine Gruppe katalanischer Geschäftsleute zusammen mit einem weiteren Investor als Bieter für Spanair genannt. Vor einem Jahr war auch die Lufthansa in Zeitungsberichten als möglicher Interessent genannt worden. Experten hatten dies aber skeptisch gesehen, da die größte deutsche Fluggesellschaft bereits mit Spanair kooperiert und eine Übernahme wenig Nutzen brächte.

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