Schadenersatz: Flughafen fordert Milliarden von Alitalia

Schadenersatz
Flughafen fordert Milliarden von Alitalia

Der Betreiber des Flughafens Mailand-Malpensa fordert von der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia Schadenersatz in Milliardenhöhe. Hintergrund der Forderung seien Pläne der Airline, den Flughafen nicht mehr als Drehkreuz nutzen zu wollen.

HB MAILAND. Der Flughafen verlangt 1,25 Mrd. Euro von Alitalia, die derzeit Fusionsverhandlungen mit Air France -KLM führt, teilte die Betreiberfirma SEA am Freitag mit. Alitalia wolle die Zahl der Flüge um 70 Prozent auf 105 reduzieren. Insgesamt wickelt der Flughafen täglich 750 Flüge ab.

Die Regierung Italiens berief eine Krisensitzung für die nächste Woche ein, um über die Zukunft des in der Nähe von Mailand befindlichen Flughafens zu beraten. Alitalia steht derzeit unter massivem Druck. Nach Informationen aus Kreisen will die italienische Fluggesellschaft Air One rechtliche Schritte gegen ihr Ausscheiden aus den Verhandlungen um den Verkauf von Alitalia einleiten. Alitalia führt seit Mitte Januar nur noch exklusive Gespräche mit Air France -KLM. Die italienische Regierung will ihren Anteil von knapp 50 Prozent an der defizitären Fluggesellschaft verkaufen.

Kürzlich hatte Alitalia mitgeteilt, tiefer in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu sein. Bis Mitte des Jahres sei eine Kapitalspritze von 750 Mill. Euro nötig, um eigenständig zu überleben. Alitalia schreibt derzeit täglich mehr als eine Million Euro Verlust.

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