Schienenlogistikkonzern: VTG will 800 Millionen Euro umsetzen

Schienenlogistikkonzern
VTG will 800 Millionen Euro umsetzen

Der Schienenlogistiker VTG hat seinen Umsatz im abgelaufenen Jahr um rund ein Fünftel gesteigert und geht zuversichtlich ins neue Jahr. Auch die Anteilseigner profitieren: VTG erhöht die Dividende um sechs Prozent.
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HamburgDer Schienenlogistikkonzern VTG geht dank eines vollen Auftragsbuchs für den Bau neuer Eisenbahngüterwaggons und langfristiger Mietverträge zuversichtlich ins neue Jahr. Vorausgesetzt, die Staatsschuldenkrise in Europa verschärfe sich nicht, gehe der Vorstand von einem leichten Wachstum bei Umsatz und Betriebsgewinn aus, teilte der Konzern am Dienstag in Hamburg mit. An dem Gewinnplus des vergangenen Jahres sollen die Anteilseigner durch eine um sechs Prozent erhöhte Dividende von 35 Cent je Aktie teilhaben.

Den Umsatz steigerte VTG im abgelaufenen Jahr um knapp ein Fünftel auf 750 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn legte um neun Prozent auf knapp 169 Millionen Euro zu, geringfügig weniger als von Analysten erwartet und vom Vorstand selbst in Aussicht gestellt. Für das laufende Geschäftsjahr strebt Vorstandschef Heiko Fischer einen Umsatz von bis zu 800 Millionen Euro an. Beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) traut sich die im SDax gelistete Firma einen leichten Zuwachs auf bis zu 178 Millionen Euro zu.

Der Konzern ist wegen langfristiger Verleihverträge für seine Waggonflotte weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen. Im vergangenen Jahr waren die Waggons zu 91,5 Prozent ausgelastet. Für weiteres Wachstum dürften die 2500 bestellten Neubauwaggons sorgen, die bis Anfang 2013 für die europäische Flotte ausgeliefert werden sollen.

Im vergangenen Jahr hatte VTG durch die Übernahme des US-Konkurrenten SC Rail Leasing sein Geschäft in den USA verdoppelt. Davor war die Waggonflotte durch mehrere kleine und mittelgroße Zukäufe in Europa und Russland gewachsen. Aktuell verfügt das mehrheitlich von dem US-Investor Wilbur Ross kontrollierte Unternehmen mit mehr als 50.000 Waggons nach eigener Darstellung über die größte private Flotte von Eisenbahngüterwagen Europas.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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