Schlag gegen KKR
Rewe-Märkte verzichten auf Grünen Punkt

Das Duale System Deutschland (DSD) verliert einen seiner größten Kunden. Die Kölner Rewe-Gruppe wird ab Oktober auf den Grünen Punkt verzichten. Der Abgang ist der zweite Schlag, den Rewe-Chef Alain Caparros dem DSD-Eigentümer KKR innerhalb weniger Wochen versetzt.

cs DÜSSELDORF. Sämtliche Eigenmarken der Konzerntöchter Rewe, Penny und Toom („Ja!“, „Erlenhof“, „Füllhorn“) werden ab Oktober mit dem Logo des Kölner Entsorgungsdienstleisters Interseroh versehen, wie Deutschlands zweitgrößter Einzelhändler am Mittwoch mitteilte. Der Aktienkurs von Interseroh stieg gestern in Frankfurt um zwei Prozent.

Den Auftragswert für die damit verbundene Verpackungsmüll-Entsorgung schätzt der Branchendienst „Euwid“ auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Für den Kölner DSD-Konkurrenten dürfte Rewe gleichzeitig zum größten Verpackungsmüll-Kunden werden. Bislang setzte Interseroh in dieser Konzernsparte 200 Mill. Euro um, während der Ex-Monopolist DSD für 2006 einen Umsatz von 1,15 Mrd. Euro anpeilte.

Der Abgang beim Grünen Punkt ist der zweite Schlag, den Rewe-Chef Alain Caparros dem DSD-Eigentümer KKR innerhalb weniger Wochen versetzt. Mitte Juni waren Topmanager der Private-Equity-Gesellschaft in der Kölner Konzernzentrale vorstellig geworden, um den Lebensmittelriesen zu übernehmen. Der 51-jährige Franzose aber ließ die Amerikaner abblitzen.

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