Schlecker-Ausverkauf
Der letzte Ansturm

Kunden stehen Schlange in den Schlecker-Märkten. Die insolvente Drogeriekette schlägt ihre Waren zum Schnäppchenpreis los - bevor die Filialen endgültig schließen. Die letzten Atemzüge des einstigen Handelsriesen.
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DüsseldorfDer Ausverkauf bei Schlecker hat begonnen. In den Schaufenstern der Filiale im Norden von Düsseldorf hängen rote Banner. „30 Prozent auf alles“, prangt auf den Plakaten. Neben dem Eingang wirbt noch ein handgeschriebener Zettel. „Auf einzelne Artikel bis zu 50 Prozent.“ Darunter warnt ein weiterer: „Jeder aufgedeckte Diebstahl wird angezeigt.“ Doch das wirkt wie ein letzter, verzweifelter Appell.

Die Verkäuferinnen einer der letzten noch geöffneten Schlecker-Filialen in der Stadt kümmern sich kaum mehr um Ladendiebe. Sie sind im Stress. Eine lange Schlange Schnäppchenjäger drängt sich vor den beiden Kassen, zieht sich fast durch den gesamten Laden. Die Kunden schieben voll bepackte Einkaufswagen mit Waschpulver und Windeln, Duschgel und Damenbinden vor sich her. Die beiden Verkäuferinnen tippen die Preise von Hand in die alten Registrierkassen. Abrechnen im Akkord.

Heute ist nochmal viel los in den rund 2800 totgeweihten Schlecker-Märkten. Bundesweit hat der Ausverkauf in Tausenden Filialen begonnen. Alles muss raus, bevor endgültig die Türen schließen. Die gut 13.000 Mitarbeiter der Kette haben ihre Kündigung zum Monatsende erhalten.

Und auch für die Beschäftigten der Ableger Ihr Platz und Schlecker XL sieht es nicht gut aus. Am Freitag sind die aussichtsreichen Rettungsgespräche mit dem Münchner Investor Dubag geplatzt. Dubag zog sein Angebot für die beiden Drogeriemarktketten zurück, wie die Insolvenzverwaltung mitteilte.

Die Filiale in dem Backstein-Eckhaus im Stadtteil Pempelfort steht für den Verfall der gesamten Discount-Drogeriekette: verwinkelt, zugstellt, eng, schäbige Regale, abgewetzter Boden. Die Konkurrenz wie DM oder Rossmann lockt mit breiten Gängen, modernen, gut ausgeleuchteten Warenflächen und Trend-Artikeln wie Bio-Cremes oder fair gehandelten Espressobohnen. Bei Schlecker dagegen gibt’s das WC-Spray, Duftnote „Italian Festival Summer“, für 2,99 Euro.

In die nicht klimatisierte Eck-Filiale drängen immer mehr Schnäppchenjäger. Die Temperatur steigt, die Luft wird stickig. Noch warten die Kunden geduldig in der Schlange, ohne Murren. Immer wieder greifen sie in die Regale, während sie sich langsam zur Kasse vorschieben, quetschen Taschentuchpakete und Spülmittelflaschen in die bereits überquellenden Einkaufskörbe.

„Das ist schade, dass es hier nicht weitergeht“, sagt eine ältere Dame. „Hier in der Gegend gibt es doch sonst kaum noch Läden.“ Sie hebt die mit schwarzem Stift nachgezogenen Augenbrauen und sagt mit einem Seufzen: „Alle geben auf.“

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Das Sterben der Filialen

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  • @ vulgus: Was hat Ichenhausen damit zu tun???
    Ein Wortwitz ?

  • Schon alleine die fragwürdige Namensgebung, konnte keinen Erfolg bringen ausser im lern- & denkresisstenten Proletariatsbodensatz...
    .
    "Clever" war man in Ehingen immer nur beim "Spezial-Investment" und der "Konstruktion von Steuersparprojekten"... samt Transfers...
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    Sind die Schleckermilliarden aus Schenkungen und Verschiebungen schon aufgetaucht - oder lungern die noch im Ausland - vornehmlich Schweiz & Österreich?
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    Man darf nicht vergessen wenn es um "solche" Anlagen geht, ist man von Ulm bis Ichenhausen äusserst gerissen (da hilft der Steuerberater & "Anlageberater" bereitwillig). Dies wird von den zuständigen Steuerfahndungen bis heute nicht so richtig ernst genommen. Vielleicht sollte hier eine ernste Warnung wie von "La Garde Richtung Griechenland" ausgesprochen werden. Auch der deutsche Fiskus braucht Mehreinnahmen und dies am besten von den Steuerunehrlichen und Größenwahnsinnigen... samt Sklaventreibern...

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