Schleich-Verkauf abgesagt
„Schlümpfe“ finden keine neue Heimat

Handbemalte Saurier, Ritterfiguren und weiß-blaue Schlümpfe: Der Spielzeughersteller Schleich sollte seinem Eigentümer eigentlich 200 Millionen Euro einbringen, doch bei keinem Interessenten reicht die Liebe so weit.
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FrankfurtDer britische Finanzinvestor HgCapital bleibt auf den „Schlümpfen“ sitzen. Der Verkaufsprozess für den schwäbischen Spielzeug-Hersteller Schleich sei auf Eis gelegt worden, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Preisvorstellungen des Eigentümers hätten sich angesichts der zahlreichen Baustellen des Unternehmens aus Schwäbisch Gmünd nicht erfüllt. Das operative Ergebnis (Ebitda) von Schleich hatte 2012 die angepeilten 30 Millionen Euro verfehlt und war auf 18 Millionen Euro gesunken. Schleich setzt mit rund 350 Mitarbeitern rund 100 Millionen Euro um.

Die weiß-blauen „Schlumpf“-Figuren aus der gleichnamigen Zeichentrick- und Comicserie machen bei Schleich nur noch fünf bis acht Prozent des Umsatzes aus. Zwei Drittel entfallen auf Bauernhof- und Wildtierfiguren, außerdem gibt es Ritterfiguren und handbemalte Saurier.

HgCapital hatte 200 Millionen Euro für das Unternehmen verlangt, das die Briten 2006 für 165 Millionen Euro gekauft hatten. Interessenten hätten aber nur 160 Millionen geboten. „Schleich hat sich gut entwickelt. Die Frage ist, wann Käufer das angemessen honorieren“, sagte ein Insider aus dem Umfeld des Eigentümers. HgCapital hatte die Investmentbank Goldman Sachs mit dem Verkauf beauftragt. Beide wollten sich zu der Absage nicht äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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